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Asia

2012-05-24

ASIEN/SÜDKOREA - Präsidentschaftswahlen 2012: Bischöfe wünschen sich Kandidaten, die sich für „Frieden und Gemeinwohl einsetzen“

Seoul (Fidesdienst) – Die Präsidentschaftswahlen, die in Südkorea für den Dezember 2012 geplant sind, werden „großen Einfluss auf die internationale Politik haben“. Deshalb sollten wahlberechtigte Bürger Kandidaten ausschließen, bei denen sie einen Hang zu„Betrug, Habsucht, Ungerechtigkeit und Korruption“ erkennen und denjenigen ihre Stimme geben, die sich für „Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Frieden“ einsetzen, so die südkoreanischen Bischöfe sieben Monate vor der Wahl. „Der kollektive Entscheidungsprozess spielt eine sehr wichtige Rolle nicht nur für das Wohl des Einzelnen, aber auch für die Förderung von sozialer Gerechtigkeit und Gemeinwohl“, so die Bischöfe weiter.
Während das Land kurz vor der Wahlkampagne steht analysieren die Bischöfe in einer vom Generalsekretär der Bischofskonferenz, P. Thaddäus Lee Ki-shelf, unterzeichneten gemeinsamen Botschaft die Situation im Hinblick auf die Wahl, die für die Zukunft des Landes und der ganzen koreanischen Halbinsel ausschlaggebend sein wird.
„Es werden wieder populistische Politiker auftreten“, heißt es in der Botschaft, „die ihren Anhängern leere Versprechungen machen“ und sie mit „verführerischen Worten umgarnen“. „Wir werden entweder Fortschritte auf dem Weg zu einer gerechten und menschlichen Gesellschaft machen oder es wird einen Stillstand geben“, so die Bischöfe. In einem solchen Kontext erinnern die Bischöfe an die Weisheit der Bibel, wo es im Buch Deuteronomium heißt: „Schlagt für jeden eurer Stämme weise, gebildete und bewährte Männer vor, damit ich sie als eure Führer einsetze“ (Dt 1,13).
Bei den Präsidentschaftswahlen 2012 wird der derzeitige Präsident Lee Myung Bak von der konservativen „Saenuri“-Partei nicht mehr kandidieren können, da die Verfassung ein zweites Mandat nicht vorsieht. Im Mittelpunkt der Wahlkampagne stehen im Hinblick auf die Innenpolitik vor allem Wirtschaftsfragen (Wachstum, Jugendarbeitslosigkeit, soziales Unbehagen); bei der Außenpolitik stehen die Spannungen mit Nordkorea an erster Stelle. Für die konservativen Parteien kandidiert die Tochter des ehemaligen Militiärdiktators Park Chung Hee, Park Guen Hye. Die Opposition unter Leitung der Demokratischen Partei für Vereinigung sich bisher noch nicht auf einen Kandidaten geeinigt. (PA) (Fidesdienst, 24/05/2012)

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