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Asia

2012-05-21

ASIEN/MYANMAR - Vergewaltigung und Folter aus ethnischen Gründen in einer Kirche: Minderheit der Kachin verängstigt

Naypidaw (Fidesdienst) – Eine Frau aus dem Volk er Kachin wurden von birmanischen Soldaten in einer Kirche an der Grenze zwischen Myanmar und China vergewaltigt. Zu dieser schrecklichen Episode, zu der es bereits Anfang Mai kam, die jedoch erst jetzt bekannt wurde, berichtet die Organisation „Christian Solidarity Worldwide“ in einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt. Die 48jährige Frau war nach heftigen Kämpfen zwischen den Rebellen und Soldaten der birmanischen Armee allein in ihrem Dorf zurückgeblieben. Die birmanischen Soldaten, fanden sie in der Kirche, verletzten sie mit Messern und vergewaltigten sie drei Tage lang abwechselnd, bevor sie das Dorf verließen. Am 4. Mai wurde sie von anderen Dorfbewohnern, die zurück gekommen waren gefunden und in ein Krankenhaus gebracht, wo sie in einem schweren Schockzustand eingeliefert wurde.
Die „Kachin Women Association“ mit Sitz in Thailand berichtet unterdessen immer wieder von Vergewaltigungen von Frauen aus ethnischen Minderheiten durch birmanische Soldaten. Die Organisation „Christian Solidarity Worldwide“ dokumentierte bei einem Besuch im Norden Myanmars ebenfalls verschiedene Fälle. Insbesondere wird der Fall von Sumlut Roi Ji aus dem Volk der Kachin erwähnt, die vergewaltigt und verschleppt wurde und deren Fall dem Obersten Gericht in Naypidaw, der neuen Hauptstadt von Myanmar, vorliegt. Eine Sprecherin der KWA erklärte: „Die Botschaft des Obersten Gerichts ist unmissverständlich: die birmanische Arme darf Frauen aus ethnischen Minderheiten straflos vergewaltigen und ermorden“.
Viele Fälle der Gewalt von Militärs gegen Frauen und Zivilisten aus dem Volk der Kachin werden auch in dem von der Nichtregierungsorganisation „Human Rights Watch“ Ende März veröffentlichten Bericht mit dem Titel „Unerwähnte Not: Missbrauch in Zeiten des Krieges und Zwangsvertreibung im birmanischen Staat Kachin“ erwähnt. Seit dem Widerausbruch des Krieges im Juni 2011 haben rund 75.000 Kachin ihre Heimat verlassen. (PA) (Fidesdienst, 21/05/2012)

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