http://www.fides.org

America

2012-05-15

AMERIKA/ECUADOR - Kampf gegen Menschenhandel: 6.000 Menschen sind allein in Ecuador betroffen

Quito (Fidesdienst) – Jedes Jahr werden in aller Welt rund 800.000 Menschen Opfer des Menschenhandels. Darauf weist Hiroshima Villalba, Untersekretär des Innenministeriums von Ecuador hin, während der Innenminister Javier Cordoba Zahlen zur Verbreitung des Phänomens in Ecuador nennt: 6.000 Menschen sind allein in dem lateinamerikanischen Land betroffen. Dabei werden von den betroffenen Frauen 90% sexuell ausgebeutet.
Die beiden Regierungsvertreter nehmen an einer Internationalen Konferenz zum Menschenhandel teil, der der am 14. und 15. Mai in Quito stattfindet. Bei dem Treffen sind Experten aus Costa Rica, Mexiko, Kolumbien, Peru, Bolivien, den Vereinigten Staaten und Paraguay anwesend.
Die Vertreter Ecuadors erinnerten daran, dass die Verfassung des Landes und die Wohlfahrtsprogramme der Regierung den Willen des Landes zum Ausdruck bringen, diese illegalen Geschäfte zu bekämpfen. Unterdessen unterzeichneten Ecuador und Peru ein bilaterales Protokoll zur Unterstützung der Opfer des Menschenhandels. Dieses Protokoll soll vor allem zum Schutz von Frauen, Kindern und Jugendlichen in den Regione El Oro, Loja und Zamora in Ecuador und in der Region Tumbes an der nördlichen Grenze von Peru beitragen.
Erst vor wenigen Tagen hob auch der Vatikan die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Kirche und internationalen Organisationen bei der Prävention des Menschenhandels und der Hilfe für dessen Opfer hervor. „Wir stellen im Kampf gegen den Menschenhandel das gesamte Netzwerk unserer kirchlichen Mitarbeiter in aller Welt zur Verfügung“, betonte Kardinal Peter Turkson, Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden bei der Konferenz im Vatikan. Im Schlussdokument zur Vatikankonferenz heißt es: „Das Problem nimmt zunehmend dramatische Ausmaße an und ist nach dem illegalen Waffenhandel das Geschäft mit den zweithöchsten Gewinnen für internationale kriminelle Netzwerke.“ (CE) (Fidesdienst, 15/05/2012)

Teilen: Facebook Twitter Google Blogger Altri Social Network