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Asia

2012-05-14

ASIEN/PHILPPINEN - Umweltschützer auf Mindanao ermordet: Bischöfe fordern „Beendigung der Gewalt“

Malaybalay (Fidesdienst) – Auf der Insel Mindanao kam es zu einem weiteren Mord: der Umweltschützer Margarito Cabal wurde in der Provinz Bukidnon auf der südphilippinischen Insel Mindanao getötet. Es handelt sich um den dritten Mord in zwei Wochen nach dem Mord an dem Menschenrechtsaktivisten Jimmy Liguyon (vgl. Fidesdienst vom 09/05/2012) und der katholische Journalist Nestor Libaton (vgl. Fidesdienst vom 10/05/2012) getötet ermordet wurden. Cabal wurde von zwei noch nicht identifizierten Killern am Ambend des 9. Mai ermordet. Die Nichtregierungsorganisation „Karapatan“ erinnert in einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt, seit Beginn der Regierung Benigno Aquino jr. Insgesamt 76 Bürgervertreter und Aktivsten ermordet wurden. Dreizehn hatten sich insbesondere für den Umweltschutz eingesetzt, davon 9 auf Mindanao. Margarito Cabal war Mitarbeiter der „Task Force Save Pulangi“, die sich mit Blick auf den geplanten Bau eines Wasserkraftwerks für den Schutz des Plunagi-Flusses einsetzt. Dafür hatte sich auch der aus Italien stammende Missionar, P. Fausto Tentorio engagiert, der im Oktober 2011 ermordet wurde.
Der Vorsitzende der bischöflichen Kommission für indigene Völker auf Mindanao, Bischof Joe Cabantan von Malaybalay, Hauptstadt der Provinz Bukindon, erklärt gegenüber dem Fidesdienst: „Wir verurteilen diese Morde, die unser Land mit Blut beschmutzen und gegen die Menschenwürde verstoßen. Opfer sind Umweltschützer, Menschenrechtskämpfer, Journalisten: Menschen, die sich für die Rechte unserer Bürger einsetzen. Wir fordern die Beendigung dieser absurden Gewalt. Viele Morde fanden in einem Klima der absoluten Straffreiheit statt. Deshalb fordern wir von der Regierung mehr Engagement bei den Ermittlungen und der strafrechtlichen Verfolgung, damit auf Mindanao Frieden und Ordnung wieder hergestellt werden. Die katholische Kirche erinnert dabei insbesondere an den Fall von P. Tentorio und den 1991 ermordeten P. Nerylito Satur. In beiden Fällen gibt es bisher keine Schuldigen.“
Nach Ansicht des Bischofs, „sind vor allem die lokalen Behörden dafür verantwortlich: von ihnen fordern wir Klarheit, Gerechtigkeit und Lösungen. Als Ortskirche werden wir auch künftig für Frieden und Gerechtigkeit beten. Ausgehend von unseren Basis gemeinden, setzen wir uns mit ganzer Kraft und allen unseren Mitteln dafür ein, dass es auf Mindanao eine gerechte und geschwisterliche Gesellschaft gibt“. (PA) (Fidesdienst, 14/05/2012)

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