AMERIKA/CHILE - Bischof von Copiapó fordert am 1. Mai „würdige Löhne und Umweltschutz“

Donnerstag, 3 Mai 2012

Copiapó (Fidesdienst) – Bei den Feiern zum 1. Mai forderte der Bischof Von Copiapó eine Revision der Mindestlöhne und das Bemühen um die Lösung der Probleme der Umweltverschmutzung, die die Einwohner der Region Freirina rund 500 Kilometer nördlich von Santiago belastet. Bischof Gaspar Quintana (cmf) erinnerte in seiner Predigt am 1. Mai in der Kathedrale von Copiapó auch an die Entwicklung in der Region Atacam im Hinblick auf die Arbeitsverhältnisse in den Bergwerken: „Die Ankunft unzähliger Minenarbeiter aus anderen Regionen und anderen Ländern und die sich daraus ergebenden nicht vorhergesehenen Folgen, stellt das ethische Handeln unseres Gewissens in Frage“, so der Bischof. „Es kommt vermehrt zum zerfall von Familien, die Mitpreise steigen, die Gesundheitskosten wachsen und die öffentlichen Verkehrsmittel werden teuerer“.
Wie aus einer Verlautbarung der Chilenischen Bischofskonferenz hervorgeht, forderte Bischof Quintana eine Revision der Mindestlöhne und eine würdige Bezahlung der Arbeiter. Zur Situation in Freirina sagte er wörtlich: „Die Vorfälle in Freirina und die Verschmutzung des Wassers und der Luft durch das Unternehmen Agrosuper, ist als Verstoß gegen das Recht auf Leben der Familien zu betrachten“.
Bei dem Gottesdienst in der Kathedrale konzelebrierte der Bischof mit dem Beauftragten für Arbeitspastoral, Pfarrer Guido Castagna, und dem Gemeindepfarrer der Kathedrale, Pfarrer Rodrigo Herrera. (CE) (Fidesdienst, 03/05/2012)


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