ASIEN/MYANMAR - Bischöfe: Vereidigung von Aung San Suu Kyi im Parlament ist ein „positives Signal für die Zukunft“

Mittwoch, 2 Mai 2012

Mawlamyine (Fidesdienst) – Die Bischöfe von Myanmar begrüßen den neuen „Fortschritt“, der mit der heutigen Vereidigung der historischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und mehrerer Mitglieder ihrer Partei im Parlament des Landes stattfindet. Nach dem Aufruf des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, hatte Aung San Suu Kyi beschlossen auf den in den vergangenen Tagen angekündigten Boykott zu verzichten.
Der Vorsitzende der „Justitia et Pax“-Kommission der Bischofskonferenz, Bischof Raymund Saw Po Ray, kommentierte das Ereignis im Gespräch mit dem Fidesdienst: „Wir freuen uns über diesen Schritt: wir betrachten ihn als eine Verbesserung auf dem Weg zum Wandel und zur Erneuerung in unserem land“. „Es ist ein weiteres positives Signal für die Zukunft“, nachdem bereits viele andere auf den Weg gebracht wurden“, so der Bischof weiter. Doch „vor man tatsächlich von einer neuen Ära sprechen kann“ sollte man vorsichtig sein und bedenken, „dass wir uns am Beginn einer neuen Phase befinden und es noch viele Herausforderungen zu bewältigen gibt.“ Eine dieser Herausforderungen, so der Bischof sei die Aussöhnung mit den ethnischen Minderheiten: „Gegenwärtig gibt es einen Waffenstillstand in verschiedenen Konflikten, doch im Norden des Landes ist die Situation der Kachin weiterhin sehr schwierig und problematisch. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wobei zum einen birmanische Soldaten stationiert sind, aber auch ausländische Kräfte Einfluss ausüben“.
Die katholische Glaubensgemeinschaft, die im Land als kleine Minderheit lebt, so der Bischof abschließend, „setzt sich für die Entwicklung des Landes ein und arbeite dabei mit staatlichen Beamten und anderen Religionsgemeinschaften zusammen, wenn es um eine Erneuerung des Landes geht.“ (PA) (Fidesdienst, 02/05/2012)


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