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Asia

2012-04-28

ASIEN/SRI LANKA - Kampagne „Nicht in unserem Namen“: gegen religiösen Extremismus in Sri Lanka

Colombo (Fidesdienst) – Mit einer Aufklärungskampagne und einer Online-Petition will ein Bürgerforum gegen religiösen Extremismus in Sri Lanka vorgehen. Dem Forum schließen sich verschiedene Bürgerinitiativen und Vereine, Missionare, Journalisten und Menschenrechtskämpfer an. Zu den Initiativen des Forums gehört auch eine Unterschriftensammlung im Internet (https://notinournamesl.wordpress.com).
Mit der Initiative reagiert das Forum vor allem auch auf den Übergriff auf die Moschee in Dambulla, deren Existenz als „illegal“ bezeichnet wurde (vgl. Fidesdienst vom 27/04/2012). „Es sollte vor allem auf die abwertenden und rassistischen sprachlichen Ausdrucksformen des buddhistischen Anführers Inamaluwe Sumangala Thero während des Überfalls hingewiesen werden“, so das Forum.
„Nach dieser Episode der Gewalt gab es keinerlei Kritik, weder von Seiten des Präsidenten noch durch die Regierung oder die Medien“, so die Bürgerinitiative, die auf „die wachsende Gefahr des Ausbruchs eines interreligiösen Konflikts“ hinweist. „Sollte diese Tendenz zum religiösen Extremismus vernachlässigt werden, dann könnte sie sehr schnell zu einer ernsten Bedrohung für Sri Lanka werden“.
Das Forum fordert die Angehörigen aller Religionen zur Teilnahme an der Unterschriftenaktion „Nicht in unserm Namen“ auf, mit der es von der Regierung ein Eingreifen auf der Grundlage der Prinzipien von Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Respekt gegenüber religiösen Minderheiten fordert. (PA) (Fidesdienst, 28/04/2012)

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