AFRIKA/SUDAN - Christen in Khartum besorgt im Hinblick auf Auseinandersetzungen zwischen dem Sudan und dem Südsudan

Montag, 23 April 2012

Khartum (Fidesdienst) – Die Auseinandersetzungen zwischen dem Sudan und dem Südsudan wirken sich auf die christlichen Gemeinden in Khartum und in anderen Regionen des Sudan aus. „Christen machen sich Sorgen, nachdem vor zwei Tagen bei Demonstrationen gegen die Besetzung Heglig durch südsudanesische Truppen, zu Aufrufen zu Angriffen gegen Christen und christliche Kultstätten gekommen“, so Beobachter aus Kreisen der Ortskirche in Khartum.
Wie die Tageszeitung „Sudan Tribune“ auf ihren Internetseiten berichtet, soll eine Gruppe unter Leitung von Muhammad Abdel-Kareem, versucht haben, die anglikanische Kirche in Sawafi zu stürmen. Dies soll jedoch von Sicherheitskräften verhindert worden sein. „Die Situation hat sich beruhigt, doch es gibt immer noch Probleme für Zuwanderer aus dem Südsudan, die ihren Aufenthalt in Khartum legalisieren wollen“, so der Beobachter zum Fidesdienst.
Unterdessen üben Soldaten aus Khartum seit dem 20 April wieder die Kontrolle über die ölreiche Region Heglig aus, die seit dem 10. April von Truppen aus dem Südsudan besetzt worden war. Wie aus einer Verlautbarung der sudanesischen Armee hervorgeht, sollen 1.200 südsudanesische Soldaten getötet worden sein. Eine Bestätigung dafür gibt es derzeit nicht. Wie aus Presseberichten hervorgeht, sollen Förderanlagen schwer beschädigt worden sein.
Trotz der Befreiung der Region Heglig soll es weiterhin zu Angriffen der sudanesischen Luftwaffe in Grenzgebieten insbesondere in der Umgebung der Hauptstadt des südsudanesischen Staates Unity, Benitu, kommen. (LM) (Fidesdienst, 23/04/2012)


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