AMERIKA/CHILE - „Cuasimodo“-Fest: Tausende Gläubige nehmen an Reiterprozessionen teil

Montag, 16 April 2012

Santiago (Fidesdienst) – Tausende chilenischer Katholiken nahmen gestern auf den Straßen der Städte und Dörfer des Landes an den Reiterprozessionen zum so genannten „Cuasimodo“-Fest teil, das insbesondere in der Landesmitte seit über 400 Jahren gefeiert wird. Das Fest geht auf eine Empfehlung des Konzils von Trient zurück, die Priestern anriet am Sonntag nach Ostern die heilige Kommunion zu den Kranken zu bringen.
Erzbischof Ricardo Ezzati von Santiago nahm an den Feiern nördlich von Santiago teil, wo rund 4.500 Reiter an einer der größten Prozessionen im ganzen Land teilnahmen. Reiterprozessionen gab es auch in Quilicura, Renca, Quinta Normal, Puente Alto, Maipu und Penaloen, wo sogar der Bürgermeister mit ritt.
Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegt, geht die Bezeichnung des Festes „Cuasimodo“ auf den ersten Brief des Apostels Paulus zurück, der am ersten Sonntag nach Ostern zitiert wird und in dem es heißt „Quasi modo geniti infanti“ (wie Neugeborene).
Bei seinem Besuch in Chile 1997 bezeichnete der Papst das Fest als einen „Schatz des Volkes Gottes“. Im Lauf der Jahre schlossen sich den Reitern auch Gruppe auf Wagen und Fahrradfahrer an, die oft in bunte Gewänder gekleidet sind. In vielen Dörfern entstanden auch „Cuasimodo“-Vereine, die so genannten „Cuasimodistas“ deren Mitglieder sich das ganze Jahr über auf das Fest vorbereiten. Im Rahmen der Prozession besucht der Priester die Kranken der jeweiligen Pfarrgemeinde. (CE) (Fidesdienst, 16/04/2012)


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