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Europa

2012-04-12

EUROPA/POLEN - Polnisches Parlament veranstaltet Ausstellung zur Figur von Kardinal Kozlowiecki: er war 50 Jahre lang als Missionar in Sambia tätig

Warschau (Fidesdienst) – „Auf der Suche nach Versöhnung – mit offenen Händen“ lautet der Titel einer Ausstellung zur Figur von Kardinal Adam Kozlowiecki (1911-2007), die das polnische Parlament vom 11. bis 13. April veranstaltet. Der polnische Kardinal war fünfzig Jahre lang als Missionar in Afrika tätig. Wie aus Informationen hervorgeht, die dem Fidesdienst zur Verfügung stehen, findet die Ausstellung im Hauptsaal des Parlaments in Warschau statt. Initiatoren der Ausstellung sind die Parlamentarische Gruppe für Afrika und die von Kardinal Kozlowiecki gegründete Stiftung „Herz ohne Grenzen“. Die Ausstellung wird auch im Europaparlament und im Parlament von Sambia zu sehen sein.
Kardinal Adam Kozlowiecki (sj) wurde am 1. April 1911 in Huta Komorowska in der Nähe von Kolbuszowa (heute Diözese Sandomirez) geboren. Nach dem Abitur trat er in die Gesellschaft Jesu ein. Er studierte in Krakau 81931-1933) und Lublin (1934-1938), wo er am 24. Juni 1937 zum Priester geweiht wurde. In der zweiten Hälfte des Jahres 1938 ging er absolvierte er die letzte Phase der Ausbildung als junger Jesuit in Lemberg. Zu Beginn des zweiten Weltkriegs wurde er am 10. November 1939 zusammen mit 24 Mitbrüdern, die sich im Kolleg der Jesuiten in Krakau aufhielten, von der Gestapo festgenommen. Er war in Krakau und Wisnicz inhaftiert und wurde später bis zum 29. April 1945 in die Konzentrationslager nach Auschwitz und Dachau gebracht.
Am 14. April 1946 kam er als Missionar im damaligen Rhodesien (heute Sambia) an und brachte dort sofort eine blühende Missionstätigkeit auf den Weg. Insbesondere war er im Bereich der Bildung in der Region Kasisi aktiv- Zwei Jahre lang leitete er als Oberer die dortige Ordensgemeinschaft. Als der Heiligen Stuhl im Jahr 1950 die Apostolische Präfektur Lusaka in den Rang eines Apostolischen Vikariats erhob, wurde P. Adam Kozlowiecki zum ersten Apostolischen Administrator ernannt. Als solcher erwies er sich als besonders engagiert und besuchte die Pfarreien und Missionen in den kleinsten Dörfern und im Wald, wo er stets auf persönliche Beziehungen zu den Missionaren Werkt legte. Das Wachstum der Kirche in den Missionsgebieten veranlasste Papst Pius XII. ihn am 4. Juni 1955 zum Bischof und Apostolischen Vikar und schließlich am 25. April 159 zum Erzbischof von Lusaka zu erinnern. Dieses Amt hatte er bis zum 29. Mai 1969 inne. Beim Konsistorium des Jahres 1988 verlieh Papst Johannes Paul II. ihm die Kardinalswürde. Nach 50jähriger Tätigkeit als Missionar in Sambia starb er am 28. September in Lusaka (MF/SL) (12/04/2012)

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