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Africa

2012-03-08

AFRIKA/REPUBLIK KONGO - Nuntius nach einem Besuch im größten Aufnahmezentrum für Opfer der Explosionsserie: „Wasser und Medikamente werden dringend gebraucht“

Brazzaville (Fidesdienst) – „Was mir weiterhin Sorge bereitet sind die Obdachlosen, deren Wohnungen verwüstet wurden oder sich in dem Stadtteil befindet, der von den Militärs gesperrt wurde“, so der Apostolische Nuntius in Brazzaville, Erzbischof Jan Romero Pawlowski zum Fidesdienst. In der Hauptstadt der Republik Kongo war es am 4. März zu einer Explosionsserie im in einem Munitionslager einer Kaserne im Stadtteil Mpila gekommen (vgl. Fidesdienst vom 05/03/2012). Der Apostolische Nuntius besuchte verschiedene kirchliche Aufnahmezentren, von denen das größte in der Nähe der Kathedrale eingerichtet wurde. „Die Verantwortlichen der Einrichtung teilten mir mit, dass dort rund 4.000 Menschen versorgt werden. Man versucht das Möglichste zu tun und obschon der zur Verfügung stehende Platz beschränkt ist, wurden zahlreiche Zelte in der Nähe der Kathedrale aufgestellt“.
Erzbischof Pawlowski ist besonders beeindruckt von der „großen Hilfsbereitschaft unter den Menschen“: „Viele Menschen bringen Brot und andere Lebensmittel und andere bringen sogar warme Mahlzeiten, vor allem für die Kinder. Es wurde auch eine kleine Krankenstation eingerichtet, wo die dringende Fälle, vor allem Patienten mit Malaria und Durchfallerkrankungen, behandelt werden.“ „Besonders dringend werden Wasser und Medikamente gebraucht“, betont der Nuntius in diesem Zusammenhang. „Trinkwasser steht zwar zur Verfügung, doch es gibt kaum Wasser zum Waschen oder für die Toiletten“.
„Medikamente sind besonders wichtig. Die üblichen Medikamente gibt es vor Ort und wir konnten mit Spenden Medikamente zur Behandlung von Malaria und desinfizierendes Verbandsmaterial kaufen, doch Probleme wird wahrscheinlich erst nach Ende der akuten Notsituation geben, wenn die internationale Hilfe nachlässt, die Bedürfnisse aber weiter bestehen“, so der Nuntius.
Unterdessen wurde die Nachricht vom Tod des Pfarrers der Gemeinde „Notre Dame de Fatima“ in Mpila dementiert, der beim Einsturz der Kirche „St. Louis des Francais“ gestorben sein soll. „Ich wüsste nicht, dass es Opfer oder Verletzte unter dem Kirchenpersonal gegeben hat“, bestätigt auch der Vatikanvertreter im Gespräch mit dem Fidesdienst. (LM) (Fidesdienst, 08/03/2012)

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