AFRIKA/SOMALIA - Anstieg der Lebensmittelpreise: 250.000 Menschen leiden Hunger

Montag, 30 Januar 2012

Mogadischu (Fidesdienst) – Bei Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Clans starben in Somalia zwischen dem 16. und dem 18. Januar insgesamt acht Menschen. Abgesehen von der prekären Sicherheitslage sieht sich das Land auch mit einem Anstieg der Inflation konfrontiert. Der Preis für Mais stieg in den vergangenen zwei Monaten um 15%: rund 250.000 Menschen leiden Hunger. Seit Juli 2011 konnte mit Hilfe der internationalen Organisation „SOS Kinderdorf“ insgesamt 78.000 Menschen durch die Versorgung mit medizinischen Dienstleistungen, Wasser und Lebensmitteln vor dem Hungertod gerettet werden.
Das Krankenhaus der Organisation musste unterdessen geschlossen werden, so dass ein provisorisches Ärztezentrum zwischen 400 und 600 Patienten pro Tag versorgt. Über 7.300 Binnenflüchtlinge werden jeden Monat in den Aufnahmelagern in Badbado und Mogadischu versorgt. Mit Hilfe von Ernährungsprogrammen und Impfungen gegen Durchfallerkrankungen und Malaria wurden tausende Kinder und Mütter gerettet. In Äthiopien setzt die Organisation in Gode die Verteilung von Lebensmitteln und Wasserreinigungsanlagen fort. In Marsab (Kenia) werden rund 3.000 Kinder jeden Tag im Rahmen eines Schulprogramms von „SOS Kinderdorf“ mit Mahlzeiten versorgt. Trinkwasser wird regelmäßig auch an verschiedene Dörfer geliefert und rund 2.000 kostenlose Medikamente und Lebensmittelgutscheine werden an rund 2.000 Familien verteilt. (AP) (Fidesdienst, 30/01/2012)


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