AFRIKA/SOMALIA - Caritas Somalia: Über eine Million Binnenflüchtlinge sind auf internationale Hilfe angewiesen

Donnerstag, 26 Januar 2012

Mogadischu (Fidesdienst) – Insgesamt gibt es in Somalia 1.356.000 Binnenflüchtlinge, davon leben allein 500.000 im so genannten Korridor von Afgoye. Dies geht aus dem jüngsten „Situational Report“ von Caritas Somalia hervor, der dem Fidesdienst vorliegt. „Da der Zugang von Hilfswerken im Süden Somalias eingeschränkt ist, wird die Lebensmittelkrise anhalten, obschon es im Herbst ausreichend geregnet hat“, heißt es in dem Bericht.
Somalia ist weiterhin größtenteils abhängig von humanitären Hilfen, vor allem was die medizinische Versorgung und die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln anbelangt. Mit der Ausweisung von 16 Hilfswerken und Nichtregierungsorganisationen durch die Shabaab Ende November und der Aussetzung der Lebensmittelhilfen für 1,1 Millionen Personen im Süden Somalias, wird befürchtet, dass in einigen Teilen Somalias erneut eine Hungersnot ausbrechen könnte.
Auch die Sicherheitslage ist weiterhin besorgniserregend. In Mogadischu und anderen Städten Somalias kommt es weiterhin zu Gefechten und Sprengstoffanschlägen. In den vergangenen vier Wochen wurden sieben Mitarbeiter von Hilfswerken ermordet, während ein amerikanischer humanitärer Helfer aus Galkayo verschleppt wurde. Bei einem Übergriff auf ein Flüchtlingslager in Mogadischu starben vor kurzem sechs Menschen.
Trotz schwieriger Bedingungen setzt Caritas Somalia die Hilfsprogramme im Flüchtlingscamp in Dadaab (Kenia) fort, wo Tausende Somalische Flüchtlinge leben. Zu den Partnerorganisationen von Caritas Somalia gehören das deutsche internationale Hilfswerk „Caritas international“ und die Deutsche Diakonie und verschiedene europäische Caritasverbände. (LM) (Fidesdienst, 26/01/2012)


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