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Asia

2011-12-20

ASIEN/NORDKOREA - Nichtregierungsorganisationen fordern im Internet: „Religionsfreiheit und Freilassung von 50.000 Christen“

New York (Fidesdienst) – Verschiedene Nichtregierungsorganisationen christlicher Prägung, darunter „Christian Solidarity Worldwide“ (CSW) und „Open Doors“ appellieren in einer im Internet an den neuen Staatchef Nordkoreas Kim Jong-un. Die beiden Nichtregierungsorganisationen setzen sich weltweit für Religionsfreiheit ein und unterstützen christliche Gemeinden in Not.
„Open Doors“ mit Sitz in den Vereinigten Staaten veröffentliche jedes Jahr eine Liste zur Religionsfreiheit, auf der Nordkorea an letzter Stelle steht. Die Organisation versucht nach dem Tod des nordoreanischen Diktators in einem Internet-Appell über social networks und Blogs auf die Situation in Nordkorea aufmerksam zu machen, wo über 50.000 Christen in Konzentrationslagern leben. „Open Doors“ fordert von der neuen Führung des Landes ein „Ende des unmenschlichen diktatorischen Regimes“ und wünscht sich „dass es mehr Möglichkeiten für die Verkündigung Jesu gibt, ohne dass man sich vor Racheakten fürchten muss“.
Im Rahmen der Forderung nach Religionsfreiheit hofft Open Doors auch, dass „koreanische Christen wieder mutig und weise handeln können“, damit „an Weihnachten das Licht Christi in jedes Haus und in jedes Herz in Nordkorea kommt“ und das unterdrückte und hungernde Land wieder hoffen kann-
Die „Korean Chuch Coalition for North Korea Freedom“ teilt unterdessen mit, dass es in Nordkorea “zahlreiche christliche Untergrundgemeinden”, deren Mitglieder und Missionare Gefahr laufen, hingerichtet zu werden, wenn ihre Identität bekannt wird.
In einem Bericht, der dem Fidesdienst vorliegt, fordert CSW von der nordkoreanischen Regierung die „Schließung von Haftlagern und die Einstellung willkürlicher Hinrichtungen, den Respekt der Religionsfreiheit und die Freilassung aller politischen Gefangenen“. Dabei fordert sie die internationale Staatengemeinschaft auf, Druck auszuüben, damit „ein solcher Wandel zustande kommt“. CSW erinnert in diesem Zusammenhang dran, dass über 200.000 Menschen in Lagern festgehalten werden und dort jede Art von Folter erleiden, wobei Christen allein wegen ihres Glaubens inhaftiert werden“. CSW brachte dazu eine „Internationale Koalition zur Beendigung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Nordkorea auf den Weg“, der sich 40 internationale Nichtregierungsorganisationen anschließen. (PA) (Fidesdienst, 20/12/2011

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