AMERIKA/VEREINIGTE STAATEN - 33 US-amerikanische Bischöfe fordern in einem gemeinsamen Brief „gerechte, humane und wirksame Zuwanderungsgesetze“

Mittwoch, 14 Dezember 2011

Los Angeles (Fidesdienst) – Insgesamt 33 US-amerikanische Bischöfe hispanischer Herkunft fordern in einem gemeinsamen Schreiben „gerechte, humane und wirksame Zuwanderungsgesetze“ und versprechen illegalen Einwanderer, dass sie „nicht alleingelassen oder vergessen werden“. Ihren gemeinsamen Brief veröffentlichten die Bischöfe anlässlich des Fests der Gottesmutter von Guadalupe am 12. Dezember. Im Anschluss an den Abendgottesdienst zu Ehren der Jungfrau von Guadalupe, an dem über 2.500 Gläubige teilnahmen, verlas Erzbischof José Gomez von Los Angeles das an die Zuwanderer gerichtete Schreiben. Erzbischof Gomez forderte in diesem Zusammenhang die Behörden des Landes auf, eine Reform auf den Weg zu bringen, die den rund 12 Millionen Zuwanderern ihre Würde zurückgibt. Die Kirche betrachte diese Zuwanderer als „revitalisierende Kraft“ für das Land.
„Ein Auswanderer, der irgendwo in der Welt von einem Land in ein anderes zieht, erlebt eine Zeit der Not, die zum Teil dem Leiden unseres Herrn Jesus Christus gleicht, der sein Leben für jeden von uns hingegeben hat“, so der Erzbischof bei einer Pressekonferenz zur Präsentation des Schreibens. „Es gibt Menschen, die diese Not ausnutzen und Migranten missachten oder ihnen gar die Schuld für die derzeitige Krise zuschreiben. Doch wer Hass verbreitet, trägt nicht zur Überwindung der Krise bei. Es ist vielmehr eine Lösung im Zeichen der Solidarität erforderlich“, so Erzbischof Gomez abschließend.
Im Schreiben der Bischöfe an die Migranten heißt es wörtlich: „Viele von euch gehen einer anstrengenden Arbeit nach und werden dafür schlecht bezahlt oder haben keine Krankenversicherung und keine Anspruch auf soziale Dienstleistungen. Trotz eures Beitrags zum Wohlstand unseres Landes bringt man euch nicht Dankbarkeit entgegen, sondern man behandelt euch wie Verbrecher, weil ihr gegen die derzeitigen Zuwanderungsgesetze verstoßt. Wir wissen wohl um den Schmerze der Familien, die erleben mussten, wie einer ihrer Angehörigen abgeschoben wurde“, schreiben die Bischöfe, die auch daran erinnern, dass viele Kinder allein im Land zurückbleiben, nachdem ihre Eltern ausgewiesen wurden (vgl. Fidesdienst, 12/12/2011). (CE) (Fidesdienst, 14/12/2011)


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