Missionsgebetsmeinung
2011-11-30
„Daß Kinder und Jugendliche Boten des Evangeliums sind und ihre Würde stets geachtet wird und sie von jeder Form von Gewalt und Ausbeutung verschont bleiben“ - Kommentar zur Missionsgebetsmeinung für den Monat Dezember 2011
Vatikanstadt (Fidesdienst) – Von Beginn an widmete die Kirche Kindern und Jugendlichen ein besonderes Augenmerk. Jesus forderte die Apostel auf, die Kinder zu ihm zu lassen und ermunterte alle seine Jünger, so zu werden wie sie, um in das Himmelreich zu gelangen. Auch der heilige Johannes wendet sich in seinen Briefen an die jungen Männer „dass ihr stark seid, dass das Wort Gottes in euch bleibt und dass ihre den Bösen besiegt habt. (1 Joh 14).
Dieses besondere Augenmerk wurde in den vergangenen Jahrzehnten auch von Papst Johannes Paul II. und dessen Nachfolger Papst Benedikt XVI. durch die Feier der Weltjugendtage besonders hervorgehoben. Die Kirche weiß, dass die jungen Menschen die Hoffnung der Kirche und der Menschheit sind. Ihnen ist der Auftrag der Neuevangelisierung in besonderer Weise anvertraut. In der Botschaft zum letzten Weltjugendtag, der im August dieses Jahres in Madrid stattfand, schreibt Papst Benedikt XVI. an die Jugendlichen gewandt: „Im Zeitalter der Globalisierung sollt ihr Zeugen der christlichen Hoffnung in der ganzen Welt sein: Viele haben den Wunsch, diese Hoffnung zu empfangen!“ (Botschaft zum Weltjungendtag, 06/08/2011, Nr. 5).
Nicht selten werden Kinder Opfer von Ausbeutung, angesichts der Tatsache, dass sie besonders schwach und bedürftig sind. Die Gesellschaft sollte ihre Würde anerkennen, die Würde, die jedem Menschen als Kind Gottes gebührt. Als das Wort Gottes Mensche wurde, hat es uns zu höchster Würde erhoben. Jeder Mensch ist von Gott zur Gemeinschaft mit Ihm berufen. Diese unveräußerliche Würde muss immer respektiert werden.
Die Kirche sich hat trotz vieler trauriger Erfahrungen in den vergangenen Jahren, die eine Ausnahme sind, stets um den Schutz der Schwächsten und insbesondere der Kinder bemüht. Viele Kinder sehen sich angesichts der lebensnotwendigen Bedürfnisse gezwungen, Arbeiten zu verrichten, die ihrem Alter unangemessen sind und dies oft unter unmenschlichen Bedingungen. In einigen Ländern der Welt besteht die besondere Problematik des sexuellen Missbrauchs der Kinder und der Kinderprostitution. Die Kirche hat sich stets für die Bekämpfung dieser Ungerechtigkeit insbesondere in den Missionsländern eingesetzt, auch weil inzwischen klar geworden ist, dass es vor allem die reicheren Länder sind, die Kinder aus ärmeren Ländern ausbeuten. Johannes Paul II. appellierte eindringlich an alle, die in der Gesellschaft Machtpositionen einnehmen, damit sie in erster Linie all das tun, was in ihrer Macht steht, um das Leid der Kinder in Amerika zu lindern“ (vgl. Ecclesia in Amerika, 48)
In vielen Kulturen ist die Gottvergessenheit und ein ausgeprägter säkularer Geist zu spüren, der dazu tendiert die Gesellschaft so zu ordnen, als ob es Gott nicht gäbe. Dabei versteht man den Menschen nicht als Abbild Gottes und die Menschenwürde wird somit auf ein Zugeständnis des Staates reduziert. Angesichts einer solchen Situation, die den Werten des Evangeliums widerspricht und von den Medien verstärkt wird, ist Mut gefragt, wenn es darum geht, sich von Schwierigkeiten nicht überwältigen zu lassen. Papst Benedikt XVI. sagte in seiner Ansprache an die Jugendlichen auf Malta: „Fürchtet euch nicht, sondern freut euch über seine Liebe zu euch; vertraut ihm, antwortet auf seinen Ruf, seine Jünger zu sein, und findet Nahrung und geistliche Heilung in den Sakramenten der Kirche“ (Begegnung mit den Jugendlichen, 18/04/2011).
Gott wollte seine Allmacht durch das Paradox der Menschwerdung offenbaren. Weil er mächtig ist, ist er klein geworden im Kind von Bethlehem. Wir beten dafür, dass alle Mitglieder der Kirche auf die Kraft der Liebe vertrauen und zuversichtlich sind, dass sie ihre Kraft in der Schwachheit erweist (2 Kor 12,9). Die Kirche, die nur von der Kraft der Schwäche ihres Herrn getragen wird, möge auch künftig Kinder und Jugendliche schützen und die Liebe des Herrn zu ihnen verkünden. (Fidesdienst, 30/11/2011)
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