AMERIKA/NICARAGUA - Wahl am 6. November: katholische Bischöfe sind „beste Beobachter“

Samstag, 29 Oktober 2011

Managua (Fidesdienst) – Als Beobachter bei den bevorstehenden Wahlen und zur Garantie eines transparenten Verlaufs sind katholische Bischöfe des Landes „beste Zeugen“: aus diesem Grund bat die Organisation „Ethik und Transparenz“, die den Verlauf der Wahl beobachtet, zwei katholische Bischöfe, Erzbischof Leopoldo José Brenes Slorzano von Managua und dessen Weihbischof Silvio José Baez Ortega, um den Vorsitz bei der „Hochrechnung der Stimmen“ für die Wahl am kommenden 6. November. Im Rahmen der Hochrechnung werden in rund 1.200 Wahlkreischen der so genannten „Junta Receptora del Voto“ (JRV) die Stimmen mit einem automatisierten System ausgezählt.
Der Geschäftsführer der Organisation, Roberto Courtney, erklärte, dass im Vorfeld dieser Art von Hochrechnung im Rahmen eines Probedurchlaufs „glaubwürdige Zeugen“ eine Liste der Stimmen erhielten. Für diesen Probedurchlauf seien die katholischen Bischöfe die „besten zur Verfügung stehenden Zeugen“. Am gestrigen 28. Oktober werteten die Mitglieder der Organisation gemeinsam mit den Bischöfen die Ergebnisse der Probeauszählung aus.
Im Vorfeld der Wahl übten allerdings auch hunderte Wähler Kritik daran, dass Tausende Personalausweise noch nicht ausgehändigt wurden, die für eine Teilnahme an der Wahl unabdinglich sind. Der Oberste Wahlrat teilte in diesem Zusammenhang auch mit, dass in den Büros der Gemeindeverwaltung Murra in der Provinz Nueva Segovia an der Grenze zu Honduras rund 30.000 Wahlscheine fehlen. Dabei wurde der Unabhängigen Liberale Partei (PLI) aber auch vorgeworfen, dass sie zu gewaltsamen Kundgebungen auffordere. Dabei bat ein Polizeisprecher Bischof Juan Abelardo Mata Guevara in der Provinz Esteli um einen Aufruf zur Gewaltlosigkeit.
Rund 3,4 Millionen Bürger werden am kommenden 6. November den Präsidenten und dessen Stellvertreter sowie 90 Abgeordnete der Nationalversammlung und 20 Abgeordnete des Mittelamerikanischen Parlaments (PARLACEN). (CE) (Fidesdienst, 29/10/2011)


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