OZEANIEN/PAPUA NEUGUINEA - Die Sendung „zur Heiligung der Familie“ nach dem Vorbild des seligen Peter To Rot

Dienstag, 11 Oktober 2011

Rabaul (Fidesdienst) – Die Familie soll „Hauskirche“ sein, ein Ort, an dem man Heiligkeit einatmet und spürt. Mit dieser Aufforderung wendet sich Erzbischof Francesco Panfilo (sdb) von Rabaul anlässlich des Missionsmonats Oktober an die Gläubigen, die sich in den Gemeinden des Erzbistums vor allem mit dem christlichen Leben und dem Gebet in der Familie befassen. Als leuchtendes Beispiel für die Familien der Erzdiözese nennt der Erzbischof den seligen Peter To Rot, dessen 100. Geburtstag die Ortskirche dieses Jahr feiert. Peter To Rot – der erste einheimische Selige, der 1995 zu den Ehren der Altäre erhoben wurde – starb 1945 als Märtyrer durch eine tödliche Spritze während der Zeit der japanischen Besatzung von Rabaul, „weil er die Heiligkeit des Ehelebens und des Ehesakraments schützen wollte“, so Erzbischof Panfilo in einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt. Das Jubiläumsjahr steht unter dem Motto „Liebet einander wie ich euch geliebt habe“ (Joh 15,12) und das Ziel der Jubiläumsfeiern ist „die Erneuerung des Familienlebens“. Dies werde geschehen, so der Erzbischof, „indem wir die Werte des Evangeliums als Grundlage des Familienlebens vertiefen, damit wir das Sakrament der Ehe besser kennen und schätzen lernen.“
Auf diese Weise setzt die Erzdiözese auch ihr Pastoralprogramm um, in dessen Mittelpunkt das Wiederentdecken „einer Vision der Familie als Hauskirche“ steht, als „Ort, an dem Eltern und Kinder gemeinsam über das Bild der heiligen Dreifaltigkeit nachdenken und wo liebevolle Beziehungen die christliche Liebe bezeugen“, so der Erzbischof.
Der Erzbischof versandte zum Missionsmonat auch seinen ersten Hirtenbrief an die Gläubigen, in dem er daran erinnert, dass die „Eucharistie Mittelpunkt und Höhepunkt des Lebens jedes Priesters“ und „ein Recht der Christen“ ist. „In den meisten Kulturen Papua Neuguineas und der Salomonen werden Tänze in traditionellen Kostümen bei wichtigen Volksfesten aufgeführt. Diese Tänze können auch die Freude, das Glück und die Einzigartigkeit eines Volkes im Gottesdienst zum Ausdruck bringen“, so der Erzbischof, der seine Gläubigen daran erinnert, dass es „keinen besseren Weg gibt als die Eucharistie, den Mittelpunkt des Lebens der Kirche, wenn es darum geht christliche Gemeinschaft zu schaffen“.
Dieselbe Begeisterung, so Erzbischof Panfilo mit Bezug auf die Worte von Papst Benedikt XVI., sollte auch den Sonntag der Weltmission kennzeichnen, der am 23. Oktober gefeiert wird. „Die universale Sendung geht alle an. Das Evangelium ist kein exklusiver Besitz derer, die es empfangen haben, sondern ein Geschenk, das wir teilen und eine Frohe Botschaft, die wir mitteilen sollen“, so der Erzbischof abschließend, der alle Gläubigen dazu auffordert, das eigene Missionsbewusstsein neu zu entdecken. (PA) (Fidesdienst, 11/10/2011)


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