AMERIKA/NICARAGUA - Bischof von Matagalpa: „Die Kirche in Nicaragua lässt sich von Drohungen nicht einschüchtern“

Dienstag, 11 Oktober 2011

Matagalpa (Fidesdienst) – Bischof Rolando José Alverez Lagos von Matagalpa (Nicaragua) berichtet gegenüber der Lokalpresse von gegen ihn gerichteten telephonischen Drohungen. Einer seiner Angehörigen antwortete am Telefon und hörte die Stimme eines Mannes, der sagte: „Dieser dumme Priester, wenn er nicht stillhält, werden wir ihn zum Schweigen bringen!“. Damit gehört auch Bischof Alvarez Lagos zu den Kirchenvertretern, die Drohungen erhalten, weil sie die Menschen dazu aufforderten, ihre Stimme erst „nach guter Überlegung“ abzugeben. Am kommenden 6. November werden in Nicaragua der Staatspräsident, sein Stellvertreter, 90 Abgeordnete der Nationalversammlung und 20 Abgeordnete des mittelamerikanischen Parlaments gewählt.
Bischof Alvarez Lagos erklärte bei einer Pressekonferenz, dass er sich nicht an die Polizei wenden werde: „Dies ist ein Anschlag auf mein Leben, der sich auf die Ausübung meiner prophetischen Sendung als Mitglied der Bischofskonferenz und Bischof von Matagalpa bezieht, bei der ich versuche, das Gewissen der Menschen im Licht des Evangeliums zu erleuchten“. Am Ende seiner Ansprache an die Pressevertreter betonte der Bischof von Matagalpa, dass er auch in Zukunft auf Missstände hinweisen werde: „Ich werde das Wort des Herrn auch künftig verkünden, denn von solchen Drohungen lässt sich die Kirche in Nicaragua nicht einschüchtern. Dies stellen verschiedene andere Einschüchterungsversuche gegen andere Priester der Erzdiözese Managua unter Beweis“, so der Bischof abschließend. (CE) (Fidesdienst, 11/10/2011)


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