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Africa

2011-10-03

AFRIKA/GUINEA - Staatspräsident Condé lädt Opposition nach den Unruhen vom 27. September zum Dialog ein

Conakry (Fidesdienst) – Anlässlich der Feiern zum 53. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes lädt der Staatspräsident der Republik Guinea, Alpha Condé, die Opposition zum Dialog ein. Gegenstand der Gespräche sollen die heftigen Unruhen vom 27. September sein, als es zwischen der Polizei und Teilnehmern einer nicht genehmigten Demonstration zu Ausschreitungen gekommen war (vgl. Fidesdienst vom 27/09/2011). „Die politischen Parteien und ihre Anhänger lade ich erneut zum Dialog ein“, so der Staatschef in einer Radioansprache, „kein Hindernis ist unüberwindbar, kein Unterschied kann unserem gemeinsamen Bemühen um Freiheit und Legalität standhalten“.
Bei den Auseinandersetzungen waren nach offiziellen Angaben zwei Menschen ums Leben gekommen (die Opposition berichtet von vier Toten) und 40 Demonstranten und Polizisten wurden verletzt. Rund 300 Personen wurden im Zusammenhang mit den Unruhen festgenommen. Mit der Demonstration wollte die Opposition gegen das Vorgehen bei der Einberufung der Parlamentswahlen am 29. Dezember protestieren.
Unterdessen appellierte Erzbischof Vincent Coulibaly von Conakry, der Mitvorsitzender der Kommission für die nationale Versöhnung (CCR) ist, an die Regierung und an die Opposition mit der Bitte um „bedingungslose Gespräche, im Namen Gottes und im Namen der Brüder und Schwestern in Guinea“. Diesen Appell lancierte der Erzbischof bereits am 28. September im Rahmen eines Gebetstags, denn die Regierung in Zusammenarbeit mit der CCR an 60 verschiedenen Orten im ganzen Land veranstaltet hatte.
Erzbischof Coulibaly betonte dabei, dass die Kommission im Dienst „Gottes und des Volkes“ stehe, und fügte hinzu er bete „jeden Tag für die Opfer Guineas, damit Gott ihnen die Pforten des Paradieses öffnen möge“. Schließlich betonte der Erzbischof von Conakry: „Wir sind für das Zusammenleben bestimmt: Gott hat unserem Land Reichtum geschenkt und nur wenn wir uns einig sind, werden wir alle davon profitieren“. (LM) (Fidesdienst, 03/10/2011)

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