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Europa

2011-09-27

EUROPA/RUSSLAND - Mutter Teresa-Statue eingeweiht: Schwestern des von ihr gegründeten Ordens der beklagen den Abriss ihres Hauses in Moskau

Moskau (Fidesdienst) – Am 24. September wurde in Moskau eine Staute der seligen Mutter Teresa von Kalkutta eingeweiht. Anlass waren die Hundertjahrfeiern der Kathedrale von der Unbefleckten Empfängnis in Moskau. Bei den Feiern, an denen als Sondergesandter von Papst Benedikt XVI. der ehemalige Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinal Jozef Tomko teilnahm, waren zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland anwesend. Wie aus Informationen hervorgeht, die die Erzdiözese von der Mutter Gottes in Moskau dem Fidesdienst zur Verfügung stelle, wurde die Freude der Feierlichkeiten von der Nachricht überschattet, dass das ehemalige Haus der Missionarinnen von der Nächstenliebe demoliert wurde und ein zweites Haus der Schwestern demoliert werden soll, weil es angeblich keine Baugenehmigung gibt. Seit 1990 waren die beiden Häuser Anlaufstelle für Hilfesuchende und Unterkunft für Obdachlose und Menschen mit einer Behinderung. 20 Jahre lang hatten die Schwestern jeden Tag über 150 Menschen mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Vor drei Jahren erwirkten die Behörden mit einem Gerichtsurteil, dass eines der beiden Gebäude der Schwestern demoliert werden sollte. Moskau ist damit die erste Stadtverwaltung, die gerichtliche Schritte gegen die Schwestern unternimmt.
Katholische Beamte vor Ort haben mit großzügiger Unterstützung der russisch-orthodoxen Kirche und verschiedener Organisationen versucht, den Konflikt beizulegen, blieben damit jedoch erfolglos. „Das demolierte Gebäude war mit Spenden von Wohltätern aus aller Welt erbaut worden und sein Abriss ist ein Zeichen der Blindheit für die menschliche Not und eine Beleidigung für diejenigen, die solchen Mensch in Not helfen“, so die Missionarinnen von der Nächstenliebe in einer von der Erzdiözese veröffentlichten Erklärung. Im Unterschied zu anderen Ländern, in denen Regierungen den Missionarinnen von der Nächstenliebe Gebäude gratis zur Verfügung stellen, zeigten die Behörden in Moskau bisher keinerlei Interesse daran, den Schwestern bei der Suche nach einem neuen Gebäude behilflich zu sein, so eine Vertreterin des Ordens.
„Ich bin davon überzeugt, dass die Schwestern eine auch für die Stadt nützliche Arbeit geleistet haben. Ihr liebevoller Dienst trägt viel zum sozialen und geistigen Wachstum Moskaus bei. Man hätte sich eine anderen gerichtlichen Entscheidung bemühen können, die das Gebäude hätte retten können“, so Erzbischof Paolo Pezzi von der Erzdiözese der Mutter Gottes in Moskau.
Der Apostolische Nuntius in Moskau, Erzbischof Ivan Jurkovic, wünschte sich in seiner Ansprache zur Einweihung der Statue, dass die Nächstenliebe der Schwestern von der seligen Mutter Teresa „ihre Hingabe und ihr selbstloser Dienst von den Einwohner und den Behörden in Moskau auch künftig wertgeschätzt wird“, damit diese in einem neuen Gebäude ihre Tätigkeit unter Menschen in Not fortsetzen können. (SL) (Fidesdienst, 27/09/2011)

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