ASIEN/NEPAL - Vom neuen Premier „die Garantie für einen laikalen Staat und für die Rechte der Christen“

Dienstag, 30 August 2011

Kathmandu (Fidesdienst) – „Die größte Herausforderung des neuen Premierministers Baburam Bhattarai ist, das Land zu vereinen und zu befrieden. Ich bin guter Hoffnungen im Hinblick auf die Notlage der religiösen Minderheiten (und der Christen) und die Religionsfreiheit: Bhattarai hat uns vor der Wahl ausdrücklich gesagt, dass er mit unseren Positionen übereinstimmt und für die volle Achtung der Menschenrechte und unserer Vorrechte arbeiten wird“: so drückt in einem Interview mit Fidesdienst der nepalesische Priester P Silas Bogati am Tag nach der Wahl des neuen Premierministers die Stellung der nepalesischen Kirche aus.
P. Bogati, ehemaliger Direktor der nationalen Caritas hat in der Redaktionsgruppe gearbeitet, die den Mitgliedern der verfassungsgebenden Versammlung, die gerade dabei sind eine neue Verfassung zu erarbeiten, ein Dokument vorgelegt hatte, das an die Rechte und Freiheiten der religiösen Minderheiten und die individuelle Gewissensfreiheit beim „Ändern des eigenen Credos“ erinnert und die Errichtung eines laikalen und demokratischen Nepal wünscht, das die Rechte und Freiheiten alle ohne Diskriminierung achtet. In den vergangenen Tagen hat die Kirche, andere Religionsgemeinschaften und verschiedene NROs, vor allem die Frage der Regelung in Art. 160 des neue Strafgesetzbuches aufgeworfen (das zusammen mit der neuen Verfassung verabschiedet wird) bezüglich des „Verbots der Konversion von einer Religion zu einer anderen“ (vgl. Fides 24/8/2011).
Heute erklärt P. Bogati, er sei „zuversichtlich, dass der neue Premier auch die Diskussion über diese Themen in den nächsten drei Monaten positiv lenken könne“, nachdem für die Arbeiten der verfassungsgebenden Versammlung eine Verlängerung bis zum 30. November genehmigt worden war. “Bhattarai - so der Priester - ist eine Person mit fortschrittlichen Ideen, der uns versichert hat, dass er der Friedensprozess innerhalb von sechs Monaten abschließen wird.. Die Bevölkerung hat hohe Erwartungen. Eine der wichtigsten Verpflichtungen wird die endgültige Abfassung der neuen Verfassung sein, die eine echte Wende im Land auslösen und eine wirklich laikale und demokratischen Nation entwerfen kann.“ „Bis jetzt - fügt er hinzu – wurde diese Versprechen nicht gehalten, und wenn es weiterhin nicht gehalten wird bliebe für die religiösen Minderheiten ein Zustand der allgemeinen Unsicherheit bestehen.“ Bhattarai, Anhänger der maoistischen Partei, erhielt 340 der 601 Stimmen des nepalesischen Parlaments. (PA) (Fidesdienst 30/08/2011)


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