Missionsgebetsmeinung
2011-06-28
MISSIONSGEBETSMEINUNG - „Für die Ordensschwestern, die in den Missionsländern tätig sind, daß sie Zeugen der Freude des Evangeliums und lebendiges Zeichen der Liebe Christi sind“ - Kommentar zur Missionsgebetsmeinung für den Monat Juli 2011
Vatikanstadt (Fidesdienst) – Papst Johannes Paul II. betonte, dass die Worte des heiligen Paulus „denn die Liebe Christi drängt uns“ (2 Kor 5,14) für die Ordensleute ein Impuls dazu sein sollten, in den Missionsländern zu Evangelisieren, da es Aufgabe der gottgeweihten Personen in aller Welt für den Aufbau und die Verbreitung des Reiches Gottes tätig sind, indem sie das Evangelium überall verkünden, auch in den entferntesten Regionen (vgl. VC 78).
Man darf nicht vergessen, dass das gottgeweihte Leben wesentlicher Bestandteil der Kirche ist und zweifelsohne Teil des Geheimnisses ihres Lebens und ihrer Heiligkeit ist (vgl. LG 44). In den jungen Kirchen ist die Präsenz der Ordensleute notwendig, da sie die Realität der ganzen Kirche und ihren ganzen Reichtum veranschaulicht.
Ordensleute lassen alles hinter sich, um Christus nachzufolgen und machen ihn zu ihrem einzigen Reichtum und ihrem einzigen Schatz. Aus Liebe zu ihm, damit sie ihm aus nächster Nähe nachfolgen und seinem Ruf folgen können, haben sie sich seinen Lebensstil zu eigen gemacht und ein Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam gegenüber dem Vater gewählt, womit sie zeigen, dass Gott es verdient mehr als alles andere geliebt zu werden. Diejenigen, die Gott auf diese Weise lieben müssen notwendigerweise auch ihre Mitmenschen lieben und können nicht gleichgültig bleiben, wo es viele Menschen gibt, die die volle Offenbarung der Liebe Gottes in Christus noch nicht kennen.
Gewiss ist man angesichts des Mangels an Berufungen, unter dem einige Ordensinstitute leiden, versucht, zu denken, dass es nicht möglich ist, dass diese ihre Mitglieder in die Mission entsenden. Doch der Glaube wird durch Weitergabe gestärkt und Gott segnet die Großherzigkeit, derer die wie die Witwe im Evangelium alles geben, was sie haben.
Großherzigkeit ergibt sich aus der Freude. Ein Kennzeichen des Christentums ist die Freude, die uns der Herr verspricht: „niemand nimmt euch eure Freude“ (Joh 16,22). Es ist dies Freude, über den Sieg Christi, den die Missionare durch das eigene Leben verkünden, denn sie wissen, dass der Herr uns durch seine vollkommene Hingabe die Freude erwirkt hat und dass diejenigen, die Boten dieser Freude sein wollen auch so leben sollen. Menschen aus dem Umkreis der seligen Mutter Teresa von Kalkutta sagen, wenn sie über ihre Freude sprechen, dass es das Ergebnis der Seligkeit der Untergebenen war. Sie versuchte im eigenen Leben Gott nichts vorzuenthalten und aus der vollkommenen Ergebenheit an seinen Willen entstand eine unerschütterliche Freude, die die Missionarin überall verbreitete.
Jesus Christus ist die Liebe Gottes, die für uns Mensch geworden ist. Wenn wir ihn verkünden, dann heißt es, dass wir seine Liebe zu allen Menschen bezeugen durch eine Liebe die durch konkretes Handeln zum Ausdruck kommt. Doch der Missionar muss immer wieder zur Quelle der Liebe zurückkehren. „Es ist deshalb Gott, der Liebe ist, der die Kirche zu den Grenzen der Menschheit führt und die Verkünder des Evangeliums einlädt, »aus der ersten, der ursprünglichen Quelle zu trinken – bei Jesus Christus, aus dessen geöffnetem Herzen die Liebe Gottes selber entströmt« (Deus caritas est, 7). Nur aus dieser Quelle kann man Aufmerksamkeit, Zuneigung, Leidenschaft, Annahme, Bereitschaft und Interesse an den Problemen der Menschen schöpfen, und jene anderen Tugenden, die notwendig sind, damit die Boten des Evangeliums alles lassen und sich ganz und bedingungslos der Verbreitung des Duftes der Liebe Christi widmen können. (Benedikt XVI., Botschaft zum Weltmissionstag 2008, Nr. 2).
Die Jungfrau Marie, die Missionarin wurde, indem sie die Freude der Erlösung, die in ihrem Schoß Fleisch geworden war, zu Maria trug, möge alle Ordensleute bestärken und unterstützen, die sich in den Missionen dafür einsetzen, dass alle Menschen die Liebe Gottes kennen. (Fidesdienst, 28/06/2011)
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