AFRIKA/UGANDA - Bessere Bildungsqualität gegen das Erstarken des Islam

Mittwoch, 8 Juni 2011

Königstein (Fidesdienst) – Einem Erstarken des Islam soll eine gezielte Förderung des Bildungswesens entgegenwirken. Dies fordert Bischof Matthias Ssekamanya von Lugazi in Uganda bei einem Besuch beim internationalen Sitz des kirchlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ in Königstein (Deutschland). Wie der Bischof zur Lage in seinem Land berichtet, dass immer mehr Muslime in Schlüsselpositionen gelangen und auch wichtige Ministerämter besetzen, wie zum Beispiel das Wirtschafts- und Bildungsministerium. Wie aus offiziellen Statistiken hervorgeht, sind rund 12% der insgesamt 33 Millionen Einwohner Ugandas Muslime, während Muslime selbst den Anteil mit 33% angeben. Bischof Ssekamanya betont, dass auch Statistiken zur religiösen Zugehörigkeit als politisches Instrument benutzt werden.
Insbesondere in seiner vorwiegend aus ländlichen Gemeinden bestehenden Diözese seien größere Anstrengungen im Bildungswesen notwendig, um einem solchen Erstarken des Islam entgegenzuwirken. Rund 42% der 1,5 Einwohner der Diözese Lugazi sind Katholiken. In Trägerschaft der Diözese befinden sich heute 194 Grundschulen und 26 weiterführende Schulen mit 2.300 Lehrern, die von 75.000 Schülern besucht werden. Der Bischof möchte die Bildungsqualität und die Lehrerausbildung verbessern, damit die Schulen in der Lage sind eine solide menschliche Erziehung zu vermitteln und möglichst viele Schüler auf ein Universitätsstudium vorbereitet werden können. Der Bischof weist dabei auch darauf hin, dass Erziehung nicht allein Aufgabe der Familien sei, weshalb man auch das Familienapostolat stärken müsse: „Wir wollen das Bewusstsein von der Würde der Ehe und der Familie unter den Gläubigen festigen, denn Eltern spielen auch in der Pfarrgemeinde eine prophetische Rolle“, so zitiert die Catholic News Agency den ugandischen Bischof. (AP) (Fidesdienst, 08/06/2011)


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