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Missionsgebetsmeinung

2011-03-30

INTENZIONE MISSIONARIA - „Dass Missionare durch die Verkündigung des Evangeliums und das Lebenszeugnis Christus zu allen bringen, die ihn noch nicht kennen“ - Kommentar zur Missionsgebetsmeinung für den Monat April 2011

Vatikanstadt (Fidesdienst) – In seiner Predigt zum Aschermittwoch am vergangenen 9. März betonte Papst Benedikt, dass Christen, indem sie das Evangelium bezeugen, lebendige Botschaft sein sollen. Viele Menschen haben heute keine andere Verbindung zum Evangelium als das Zeugnis vom Wort Gottes im Leben der Christen. So schrieb der heilige Paulus an die Gläubigen, dass sie ein Brief Christi seien, geschrieben mit dem Geist des lebendigen Gottes (vgl. 2 Kor 3,3).
Vor vielen Jahren konnte man zureicht sagen, das viele Länder vom Glauben an Christus geprägt waren und die Mission richtete sich vor allem auf jene Länder, in denen die Botschaft des Evangeliums noch nicht verkündet worden war. Heute ist es normal, dass man in den westlichen Gesellschaften jeden Tag Menschen begegnet, die noch nichts von Christus wissen. So ist ein neues Bewusstsein von der missionarischen Dimension in der ganzen Kirche und unter allen Getauften nötig. Diese Missionstätigkeit soll nicht nur durch Worte sondern auch durch das Zeugnis geschehen. In diesem Sinn sagte Papst Johannes Paul II.: „Der Mensch unserer Zeit glaubt mehr den Zeugen als den Lehrern, mehr der Erfahrung als der Lehre, mehr dem Leben und den Taten als den Theorien. Das Zeugnis des christlichen Lebens ist die erste und unersetzbare Form der Mission. Christus, dessen Sendung wir fortsetzen, ist der »Zeuge« schlechthin (Off 1, 5; 3, 14) und das Modell christlichen Zeugnisses. Der Heilige Geist begleitet den Weg der Kirche und läßt sie teilnehmen am Zeugnis, das er von Christus gibt (vgl. Joh 15, 26-27). Die erste Form des Zeugnisses ist das Leben des Missionars, der christlichen Familie und der kirchlichen Gemeinschaft; diese Form läßt eine neue Verhaltensweise erkennen. Der Missionar, der trotz aller Grenzen und menschlichen Schwächen in Einfachheit nach dem Modell Christi lebt, ist ein Zeichen Gottes und der transzendenten Wirklichkeit. Dieses Zeugnis können und müssen jedoch alle in der Kirche geben, indem sie sich bemühen, den göttlichen Meister nachzuahmen; ein Zeugnis, das in vielen Fällen die einzig mögliche Form ist, Missionar zu sein.“ (Redemptoris Missio, 42).
Dies bedeutet, dass die diejenigen, die Christus verkünden von seinem Evangelium überzeugt sein und versuchen müssen, dies in ihrem Leben umzusetzen. „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Worte reichen nicht aus, es ist das Leben, das Zeugnis notwendig.
Die Geschichte zeigt, dass der Glaube dort entsteht, wo es authentische Zeugen gibt. Zeugnisse wie das der seligen Mutter Teresa von Kalkutta oder von Papst Johannes Paul II. haben dort, wo sie gewirkt haben, eine frische Spur des Evangeliums hinterlassen. Doch man kann Christus nicht bezeugen, wenn man nicht wirklich mit Ihm vereint ist. „Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt“ (Joh 15,4).
Die bevorstehende Seligsprechung von Johannes Paul II. wird Gelegenheit sein, der ganzen Kirche das Beispiel eines Mannes vor Augen zu führen, des sich wirklich Christus widmete und es verstand, die Eucharistie zum Mittelpunkt seines Lebens zu machen, insbesondere in den letzten Jahren seines Lebens, als er das Kreuz seines Herrn liebevoll annahm.
In der Predigt zu seiner Beisetzungsfeier sagte der damalige Kardinal Ratzinger: »Auf, laßt uns gehen!« lautet der Titel seines vorletzten Buches. »Auf, laßt uns gehen!« Mit diesen Worten hat er uns aus einem müden Glauben, aus dem Schlaf der Jünger von gestern und heute aufgerüttelt. »Auf, laßt uns gehen!« sagt er auch heute zu uns. Der Heilige Vater ist dann Priester bis zum Äußersten gewesen, denn er hat sein Leben Gott dargebracht für seine Schafe und für die ganze Menschenfamilie durch seine tägliche Hingabe im Dienst an der Kirche und vor allem in den schweren Prüfungen der letzten Monate. So ist er eins geworden mit Christus, dem Guten Hirten, der seine Schafe liebt. (Kardinal J. Ratzinger, Predigt am 8. April 2005). Sein Zeugnis hat bei vielen den Glauben geweckt. Wir sollten versuchen Missionare in der Art zu sein, wie er es war! (Fidesdienst, 30/03/2011)

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