AMERIKA/NICARAGUA - Bischof Baez beklagt: „Man will uns Illegales als Legalität verkaufen“

Montag, 28 Februar 2011

Managua (Fidesdienst) – Der Weihbischof der Erzdiözese Managua, Silvio Baez, kritisierte die Billigung einer erneuten Kandidatur des Präsidenten Daniel Ortega bei der kommenden Präsidentschaftswahl durch den IV. Kongress der sandinistischen Partei. Dies verstoße gegen die Verfassung des Landes.
„Ich halte mich an die Verfassung und vertrete die Position, die die Bischofskonferenz von Nicaragua zu diesem Thema einnimmt: Man will uns Illegales als Legalität verkaufen“, so der Weihbischof in einem Kommentar vor den Mikrofonen des Fernsehsenders TV 12 zur Wahl Ortegas als Kandidaten für die Präsidentschaftswahl vom 6. November beim Kongress seiner Partei. Bischof Baez erinnert auch daran, dass die Bischofskonferenz bereits im April und November vergangenen Jahres in zwei offiziellen Verlautbarungen die Position der katholischen Kirche erläutert und dabei auf den Verstoß gegen die Verfassung hingewiesen hatte (vgl. Fidesdienst 31/01/2011). In diesem Zusammenhang hatte die Bischofskonferenz auch auf eine fehlende Machtteilung im Land hingewiesen. „Als Bischöfe haben wir dies denunziert und heute bezeichnen wir es als etwas, das der Demokratie bestimmt nicht förderlich ist“, so der Bischof abschließend. (CE) (Fidesdienst, 28/02/2011)


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