AFRIKA/UGANDA - Insgesamt 14 Millionen Ugander wählen einen neuen Präsidenten: Bischöfe wünschen sich einen „korrekten Wahlverlauf“

Donnerstag, 17 Februar 2011

Kampala (Fidesdienst) – Rund 14 Millionen Ugander sind am 18. Februar zur Stimmabgabe bei der Parlaments- und Präsidentschaftswahl berechtigt. Der scheidende Präsident, Yoweri Museveni gilt als Favorit unter weiteren sieben Kandidaten. Sein größter Widersacher ist sein ehemaliger Leibarzt, Kizza Besigye, der bereits bei den letzten Wahlen für das Amt des Präsidenten kandidierte.
Die Opposition hatte im Vorfeld Zweifel an der korrekten Zusammensetzung der Wahllisten geäußert. Die „Democracy Monitoring Group“, ein Konsortium, in dem sich vier verschiedene Organisationen zusammenschließen, darunter auch die „Uganda Joint Christian Group“, der auch die katholische Kirche angehört, erklärt nach einer Prüfung der Wahllisten, dass zwar einige Probleme festgestellt worden seien (darunter 4.000 Wahllokale mit einer Wählerzahl von über 800 Stimmberechtigten), wobei die Qualität der Wahllisten „jedoch unter vielen Aspekten zufrieden stellend“ sei.
Im Juni 2010 hatten die ugandischen Bischöfe in einer Erklärung (vgl. Fidesdienst vom 25. Juni 2010) und in einem späteren gemeinsamen Hirtenbrief zunächst die eigene Sorge „im Hinblick auf die Ereignisse im Land“ geäußert, die zeigten, dass „im Land Angst und Sorge hinsichtlich der politischen Zukunft zunehmen, vor allem mit Blick auf die möglichen Ereignisse vor, während und nach der Wahl“. In diesem Zusammenhang brachten sie jedoch auch den Wunsch zum Ausdruck, „dass die Wahl korrekt und loyal von einem glaubwürdigen Wahlorganismus durchgeführt wird, der Transparenz und Unparteilichkeit garantiert“. (LM) (Fidesdienst, 17/02/2011)


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