ASIEN/SRI LANKA - Rund 1,2 Millionen Menschen von Überschwemmungen betroffen

Dienstag, 8 Februar 2011

Colombo (Fidesdienst) – Nach einer vorübergehenden Wetterbesserung in den vergangenen Wochen, kam es erneut zu Überschwemmungen, die im Land bereits im Dezember vergangenen Jahres eingesetzt hatten und von denen inzwischen über 1 Millionen Menschen im Norden und Nordwesten des Landes betroffen sind. Nach heftigen Regenfällen wurden Straßen und ganze Dörfer überflutet, was große Schäden in der Landwirtschaft und an den Infrastrukturen verursachte. Wie aus Daten des Katastrophenzentrums (DMC) in Colombo hervorgeht, mussten über 320.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen und rund 88.000 Familien leben derzeit in 430 Zeltstädten und öffentlichen Unterkünften. Nun werden Epidemien befürchtet, obschon die Gesundheitsbehörden bisher keinen besonderen Alarm lancierten. Vor der letzten Flut hatten die Epidemiezentren ein Rundschreiben verbreitet, in den die Mitarbeiter des Gesundheitswesens über präventive Maßnahmen aufgeklärt wurden, die umgesetzt werden sollten. In einer Verlautbarung der Organisation der Vereinten Nationen für die Koordination von humanitären Angelegenheiten, erklärte Sinnathmabi Sharamuham, der für Gesundheitsfragen im Distrikt Batticaloa verantwortlich ist, dass weder unter den Obdachlosen noch unter anderen Betroffenen Anzeichen für den Ausbruch einer Epidemie registriert wurden. „Wir werden die Region mit mobilen Kliniken weiter Beobachten“, so der UN-Mitarbeiter, „Außerdem werden Spezialgruppen auch den Ernährungszustand der Kinder im Alter unter fünf Jahren, die Gesundheitseinrichtungen und die Qualität des Trinkwassers kontrollieren. So wie es jetzt aussieht, können wir es schaffen. Probleme wird es geben, sollten die Felder weiter überflutet bleiben“. In den Distrikten Apara, Batticaloa und Polonnaruwa sind viele Straßen nicht mehr befahrbar. (AP) (Fidesdienst, 08/02/2011)


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