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Europa

2011-01-31

EUROPA/ÖSTERREICH - „Tag der Straßenkinder“ soll auf die Situation von 30 Millionen Kindern aufmerksam machen

Wien (Fidesdienst) – Heute gibt es nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF in aller Welt rund 30 Millionen Kinder, die auf der Straße leben und oft Opfer von Drogengeschäften und Prostitution werden. Am meisten betroffen sind Lateinamerika und Zentralafrika, doch auch in Osteuropa ist die Zahl der Straßenkinder groß. Seit dem Erdebeben in Haiti am 12. Januar 2010 existiert das Phänomen auch auf der Karibikinsel, wo viele Kinder ihre Eltern beim Erdbeben verloren haben. Die Jugendorganisation der Salesianer von Don Bosco „Jugend Eine Welt“ begeht deshalb den „Tag der Straßenkinder“, der auf die Situation dieser Kinder aufmerksam machen und zu Spenden für Kinder in Haiti anregen soll. Für den „Tag der Straßenkinder“ hat „Jugend Eine Welt“ Aktionsvorschläge für den Unterricht, Jungschargruppentreffen oder Gottesdienste zusammengestellt, die auch das ganze Jahr über verwendet werden können.
Auf die Situation der Straßenkinder machten im Rahmen einer „Schuhputzaktion“ auch der Wiener Weihbischof Franz Scharl und der Geschäftsführer von „Jugend Eine Welt“ Dr. Reinhard Heiserer aufmerksam. Im Zeichen der Solidarität mit Millionen von Kindern, die keine Schule besuchen und sich auf diese Weise ihren Lebensunterhalt verdienen, putzten sie einen Tag lang die Schuhe von Passanten in Wien.
Dieses Jahr ist die Aktion insbesondere den Kindern auf Haiti gewidmet, wo Volontäre der Nichtregierungsorganisation mit den Salesianern von Don Bosco zusammen arbeiten, damit vom Erdbeben zerstörte Schulen und Einrichtungen bald möglichst wieder eröffnet werden können. Ein Projekt, das bereits verwirklicht werden konnte, ist der Wiederaufbau einer Schule der Salesianer von Don Bosco im Stadtviertel Citè Soleil unter den Ärmsten in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Price. In dem wieder aufgebauten Gebäude, das vom Erdbeben komplett zerstört wurde, werden in kürze erneut 600 Kinder im Alter zwischen 3 und 12 unterrichtet werden können. (AP) (Fidesdienst, 31/01/2011)

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