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Asia

2003-06-25

ASIEN/IRAK - IM IRAK DER NACHKRIEGSZEIT HELFN CARITAS UND UNHCR DEN VOM EMBARGO ERSCHÖPFTEN MENSCHEN

Bagdad (Fidesdienst) – Die Caritas versucht den Menschen im Irak zu helfen, die von dem 13jährigen Embargo und dem jüngsten Krieg schwer geprüft sind. Im Rahmen eines Sonderprojekts werden 285 palästinensische Flüchtlinge im Aufnahmelager in Nadi Haifa in der Nähe von Bagdad betreut. Im Irak leben rund 80.000 Palästinenser, die dort unter dem Regime Saddam unter einigermaßen guten Lebensbedingungen lebten. Caritas Irak versorgt das Aufnahmelager in Zusammenarbeit mit dem palästinensischen Roten Halbmond und dem UN-Flüchtlingshochkommissariat mit Medikamenten und Chemikalien zur Wasseraufbereitung.
Das Irakische Gesundheitsministerium hat der irakischen Caritas den Wiederaufbau von insgesamt 7 Gesundheitszentren anvertraut: darunter ein Altenpflegeheim in Al-Ubaydi mit 140 Patienten und eine psychiatrische Klinik in Al-Rashad. Bei einer jüngsten Plünderung dieser Einrichtung wurden über die Hälfte der Patienten verschleppt. Gegenwärtig werden in der Klinik etwa 500 Patienten behandelt.
Was die Lebensmittelversorgung anbelangt, so konnte Caritas das jüngst von den verschiedenen katholischen Glaubensgemeinschaften im Irak gegründete „Christliche Hilfswerk“ mit 30 Tonnen Lebensmitteln für bedürftige Menschen beliefern.
Besonders von den Problemen der Nachkriegszeit betroffen sind die Kinder. Verschiedene Caritaszentren haben für diese Kinder ihre „Programme zum Wohl der Kinder“ wieder aufgenommen, in deren Rahmen Kinderärzte, Krankenpfleger und Sozialarbeiter speziell für Kinder bereitgestellt werden. Außerdem werden Milch und frisches Gemüse für eine gesunde Ernährung der Kinder verteilt.
Caritas unterstützt auch die Einrichtungen des Roten Halbmonds beim Wiederaufbau von zwei Zentren für Kinder in Kerbala und Al Diwaniya, die während des Krieges geplündert worden waren.
Den Menschen im Irak hilft auch das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen. (UNHCR). Insbesondere bemüht sich das Hilfswerk der Vereinten Nationen um die Rückführung irakischer Flüchtlinge, darunter 64 kurdische Familien (insgesamt 479 Personen), die in ihre Heimatdörfer Bengawa und Talamater im Süden der Provinz Erbil zurückkehren konnten. Diese Menschen wurden mit Zelten, Decken, Werkzeug, Öfen, Wasserbehältern, Lampen und Decken versorgt. Die Kurden hatten ihre Dörfer bereits in den 80er Jahren im Rahmen von Zwangsumsiedlungsmaßnahmen unter dem Regime Saddam Husseins verlassen müssen. Anstelle der Kurden sollten arabische Bürger aus anderen Teilen des Landes dort angesiedelt werden.
(LM) (Fidesdienst, 25/6/2003 – 34 Zeilen, 340 Worte)

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