AFRIKA/UGANDA - Agrarproduktion in Afrika soll bis 2050 um 70% gesteigert werden

Samstag, 9 Oktober 2010

Kampala (Fidesdienst) – Afrikanische Landwirtschaftsminister, Wissenschaftler, Unternehmer, Landwirte und Vertreter des privaten Sektors wollen die Agrarproduktion in Afrika bis 2050 um 70% steigern. Dazu verpflichten sich die Teilnehmer des Zweiten Agribusiness-Forums in Afrika, das Anfang Oktober in Kampala (Uganda) stattfand, in einer gemeinsamen Resolution.
„Wir müssen beobachten, dass die Agrarproduktion in Afrika zurückgegangen ist und wir müssen dieses Problem dringend lösen“, so Prof. Pierre Mathijsen vom European Marketing Research Centre in seiner Eröffnungsansprache.
Prof. Mathijsen erklärte, wünschte sich dass die Teilnehmer des Forums, bei dem auch zahlreiche Unternehmer anwesend waren, alle Möglichkeiten in Betracht ziehen in Zusammenarbeit mit Investoren des Agrarsektors Afrika zu einem Selbstversorgerkontinent und Lebensmittelieferanten für den Rest der Welt zu machen.
Der zweite Stellvertretende Präsident des ugandischen Ministerrates, Hajj Kirunda Kivejinja, bekräftigte, dass sein land viele noch nicht genutzte Ressourcen im Bereich der Agrarwirtschaft besitze, die für ausländische Investoren interessant sein könnten: „Wenn man bedenkt, dass die Regierung Investitionen im Agrarsektor bezuschusst, dass die National Agricultural Research Organisation neue Technologien entwickelt und es lokale Wasserressourcen sowie ein Wachstum des Agrarmarktes gibt, dann könnte Uganda als Beispiel für andere afrikanische Länder fungieren.“
Kirunda bezeichnete es als absurd, dass in China die Zahl der Hungerleidenden zurückgeht, während sie in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara weiter zunimmt.
Die ugandische Landwirtschaftsministerin, Hope Mwesingye, bestätigte, dass ihr Ministerium die Lebensmittelproduktion bereits in den kommenden fünf Jahren so weit steigern werde, dass Uganda sich selbst versorgen und andere Länder in der Region mit Lebensmitteln beliefern kann. „Uganda hat das fruchtbarste Ackerland unter den fünf Ländern in Ostafrika und es ist nur eine einprozentige Steigerung beim Einsatz von Düngemitteln notwendig, damit mehr Lebensmittel produziert werden können“, so die Landwirtschaftsministerin. In Uganda werden vorwiegend Maniok, Süßkartoffeln, Hirse, Bohnen und Erdnüsse angebaut. (LM) (Fidesdienst, 09/10/2010)


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