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Asia

2004-07-28

ASIEN/PHILIPPINEN - Bischöfe und islamische Theologen fordern von der philippinischen Regierung und den islamischen Guerillakämpfern „Rückkehr an den Verhandlungstisch, Wiederaufnahme des Dialog und das Bemühen um eine gerechten und dauerhaften Frieden“.

Davao (Fidesdienst) - In einer gemeinsamen Verlautbarung appelliert die Bishops Ulama Conference (BUC), in der sich katholische und protestantische Bischöfe sowie islamische Theologen zusammenschließen, an die philippinische Regierung und an die islamischen Guerillakämpfer, die im Süden des Landes und dort vor allem auf der Insel Mindanao agieren. Im Mittelpunkt der Verlautbarung steht die Bitte um Friedensbemühungen.
Angesichts der neuen politischen Lage nach den Präsidentschaftswahlen im Mai dieses Jahres, aus denen Gloria Arroyo als Siegerin hervorging und rund ein Jahr nach der Unterzeichnung der Friedensverträge, die im Juli 2003 unterzeichnet wurden, veröffentlichte die BUC zum Abschluss ihrer jüngsten Tagung in Davao ein Dokument mit dem Titel „Der Friede ist der einzige Weg“, das dem Fidesdienst vorliegt. In dem Test heißt es: „Man muss an den Verhandlungstisch zurückkehren und den Dialog und die Gespräche fortsetzen, die aus unvermeidlichen Gründen unterbrochen wurden. Es wurde bereits viel getan, doch es gibt noch viel zu Tun für unser Land und für einen gerechten und definitiven Frieden“.
Die Verlautbarung wurde einen Tag nach der Ansprache zur Lage der Nation der neu gewählten Staatspräsidentin veröffentlicht wurde, die „den Friedensprozess nicht ausdrücklich erwähnte“, wie internationale Beobachter und Religionsvertreter bemerken.
Der Vorsitzende der philippinischenn Bischofskonferenz, Erzbischof Fernando Capalla erklärte, er haben den Sicherheitsberater Norberto Gonzales gebeten, mit der Präsidentin über dieses Problem zu sprechen und ein Treffen zwischen Frau Arroyo und Vertretern der BUC anzuregen, an dem neben Erzbischof Capalla auch der protestantische Bischof Hillario Gonzales und der islamische Religionsführer Prof. Mahid Mutilan teilnehmen soll.
Die BUC bitte alle muslimischen und christlichen Gläubigen um die Unterstützung der Friedensgespräche zwischen der Regierung und den Guerillakämpfern der Moro Islamic Liberation Front (MILF): „Wir hoffen und beten dafür, dass durch die Wiederaufnahme des Dialogs ein gerechter Friede herbeibeführt werden kann, bei dem es keine Verlierer, sondern nur Sieger gibt“.
Bei der jüngsten Tagung machten christliche und islamische Religionsführer auch konkrete Vorschläge für das Vorankommen des Friedensprozesses, darunter: Einhaltung des Friedensabkommens zwischen Regierung und MILF; Beteiligung der BUC am Friedensprozess durch christliche und muslimische Beobachter; Friedensgespräche auf lokaler und regionaler Ebene; Bildung eines Teams zur Überwachung des Waffenstillstands. (PA) (Fidesdienst, 28/7/2004 - 36 Zeilen, 347 Worte)

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