AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Patenschaft für einen Brunnen in Äthiopien: Aktion des Italienischen Instituts für Gesundheitsvorsorge unter Migranten und Bekämpfung der Armut

Dienstag, 24 November 2009

Mekellè (Fidesdienst) – „Die Privatisierung der Wasserversorgung ist bereits in Italien eine Tragödie. Stellen wir uns erst vor wie dies in Äthiopien ist, wo ein Mantel an Trinkwasser besteht?“, so Professor Aldo Morrone, Leiter des Italienischen Instituts für Gesundheitsvorsorge unter Migranten und Bekämpfung der Armut (Istituto nazionale per la promozione della salute delle popolazioni migranti e la lotta alla povertà, INMP), kurz vor seiner Abreise nach Äthiopien, wo er zusammen mit Spezialisten an einem „Kongress über die Krankheiten der vergessenen Völker“ teilnehmen wird, über seine fast zehnjährige Erfahrung im Krankenhaus in Mekellè (Äthiopien). In Äthiopien sind Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Leishmaniose und andere weite verbreitet und häufige Todesursache. Von diesen Krankheiten sind vor allem arme Bauern betroffen, die keine Möglichkeit zur Behandlung in einem Land haben, dessen Gesundheitssystem auf dem privaten Sektor basiert. Im Krankenhaus in Mekellè wurden Personen aus allen Teilen des Landes und auch aus dem Ausland unterschiedslos und umsonst behandelt. Zwischen 2005 und 2009 wurden allein rund 40.000 Patienten ambulant versorgt. Vorschläge gibt es viele, darunter der Bau von Brunnen für Menschen und Felder. In diesem Sinne regte das INMP bei einer Pressekonferenz im römischen Krankenhaus „San Galicano“ auch „Patenschaften für einen Brunnen in Äthiopien“ an. Außerdem wurde die Einführung eines „Tags der Bekämpfung der Durchfallerkrankungen“ vorgeschlagen. An diesen Erkrankungen sterben jedes Jahr rund 2 Millionen Kinder; sie könnten mit etwas Salz, Zucker und Trinkwasser gerettet werden, die es in Äthiopien nicht gibt. (AP) (Fidesdienst, 24/11/2009)


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