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Wissenschaft und Medizin

2009-10-29

AFRIKA/SUDAN - Über 120 Betten, ein Dorf für Tuberkulosekranke und eine Leprastation verfügt das Missionskrankenhaus „Mutter der Barmherzigkeit" der Diözese El Obeid in den Nubabergen

Gidel (Fidesdienst) – Das Krankenhaus „Mutter der Barmherzigkeit“ ist das einzige in den Nubabergen im Sudan. Es verfügt über einen 120 Betten, ein Dorf für Tuberkulosekranke und eine Leprastation und gewährleistet chirurgische Eingriffe für die Menschen in der Region. Ziel der Einrichtung ist es eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für arme und bedürftige Menschen in der Region sicherzustellen und Pflegepersonal auch unter den Einheimischen unabhängig von deren Rasse, Religion oder Zugehörigkeit zu einem bestimmten Volksstamm, auszubilden. Das Krankenhaus befindet sich in Trägerschaft der Diözese El Obeid und wurde von dem Bistum im Jahr 2008 gegründet und eröffnet.
Während der ersten drei Monate wurden vor allem Patienten aus Khartum und El Obeid versorgt, während der Regenzeit und der damit verbundenen Schwierigkeiten beim Transport, ging die zahl dann zurück und stieg während der trockenen Zeit erneut an. Die meisten Patienten kommen heute aus den Dörfern in der Umgebung von Gidel. Während der trockenen Zeit kommen jedoch auch zahlreiche Menschen aus Fallata und Baggara sowie aus der Region Heiban, wo es mir wenige Gesundheitseinrichtungen gibt. Zu den am meisten behandelten Krankheiten gehören Malaria, erhöhter Blutdruck, Tuberkulose, Lepra, Krebserkrankungen, Diabetes, Infektionskrankheiten und chirurgische Eingriffe.
Das Krankenhaus verfügt auch über eine pädiatrische Abteilung und eine Abteilung für Frauenheilkunde. Beide befinden sich in einem einzigen Gebäude, wo Frauen medizinisch, chirurgisch und gynäkologisch versorgt werden und Kinder im Alter von einem Monat bis 12 Jahre ärztlich und chirurgisch betreut werden. Bei den Kindern treten vor allem Malaria, Blutarmut, Darminfektionen, Flüssigkeitsmangel, Atemwegserkrankungen und Unterernährung (vor allem bei Kindern im Alter bis zu 5 Jahren) auf. In der Abteilung für Frauenheilkunde werden vor allem Malaria, Krebs (Gebärmutterhals, Brust, etc.) und gynäkologische Erkrankungen behandelt. Das Krankenhaus verfügt über ein Analyselabor, eine Apotheke, eine Medikamentenausgabestelle für externe Patienten und zwei Operationssäle. Für Notfälle steht ein Operationssaal rund um die Uhr zur Verfügung, der von jeweils einem Arzt betreut wird. (AP) (Fidesdienst, 29/10/2009 – 31 Zeilen, 326 Worte)

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