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Africa

2004-05-13

AFRIKA/UGANDA - „Sorge um Frieden, Einheit und Harmonie in Uganda“. In einer gemeinsamen Osterbotschaft analysieren die ugandischen Bischöfe die Situation in im Land

Kampala (Fidesdienst) - „Wir dürfen angesichts dieses großen Übels, von dem unser Land betroffen ist, nicht schweigen. Wir können nicht sage, dass genug für die Wiederherstellung des Friedens getan worden ist“, mahnen die ugandischen Bischöfe und wenden sich dabei an die Regierenden und die Bevölkerung in Uganda. Dabei beklagen sie die Bürgerkriegssituation, die seit 1986 im Land herrscht. Der Aufruf zum verantwortlichen Handeln zur Beendigung des Bürgerkriegs in Uganda ist in einem gemeinsamen Hirtenbrief der Bischöfe zum Thema „Sorge um Frieden, Einheit und Harmonie in Uganda“ enthalten. Seit 1986 herrscht in Uganda Krieg zwischen den regulären Streitkräften und verschiedenen Guerillabewegungen, an deren Spitze sich die Lord’s Resistance Army (LRA) befindet. Unter dieser Situation leiden vor allem die Zivilbevölkerung und insbesondere die Kinder, die als Soldaten sowohl von der Guerilla als auch von den regierungstreuen Milizen eingezogen werden.
Die Bischöfe fordern Regierung und Rebellen auf sich „ernsthaft und ehrlich im Rahmen von Friedensverhandlungen zu engagieren und sich auf eine kompletten Waffenstillstand zu einigen“. Die Bürger in den vom Konflikt betroffenen Regionen Ugandas bitten die Bischöfe „sich zu engagierten Bürgerinitiativen für den Frieden zusammenzuschließen und Druck auf die Armee und die Guerilla auszuüben, damit diese sich an den Verhandlungstisch setzen“. „Wir bitten alle ugandischen und ausländischen Wohltäter eine solche Friedensbewegung zu unterstützen“, so die Bischöfe.
In ihrem Hirtenwort analysieren die Bischöfe auch die politische, wirtschaftliche und soziale Lage des Landes. Dabei begrüßen sie die Übergangsphase auf dem Weg zur vollen Demokratie: „Die Revision der Verfassung, die vor kurzem abgeschlossen wurde, ist ein Zeichen dafür, dass wir uns auf dem Weg vom Einparteien-System zum Mehrparteiensystem befinden“. Die Bischöfe bitten in diesem Zusammenhang um die Achtung der Menschenrechte und der Unabhängigkeit sowie der Autonomie des Justiz- und Gesetzgebungssystems.
Abschließend versprechen die Bischöfe das Engagement der katholischen Kirche bei der Zusammenarbeit mit der Regierung zur Wiederherstellung des Friedens in Uganda und empfehlen die „Demobilisierung der Gemüter und den Wandel von einer Sprache der Gewalt zur Sprache des Friedens“. (LM) (Fidesdienst, 13/5/2004 - 31 Zeilen, 342 Worte)

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