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Wissenschaft und Medizin

2004-05-10

EUROPA/ITALIEN - Für ein neues Menschenrecht - Aidsbekämpfung in Afrika, wo bereits 30 Millionen infiziert sind und jährlich 700.000 Kinder an Aids sterben: Gemeinschaft von Sant’Egidio veranstaltet internationale Konferenz.

Rom (Fidesdienst) - AIDS in Afrika und die ersten Therapie-Erfolge in einem Land, in dem bereits 30 Millionen Menschen HIV/AIDS-infiziert sind, stehen im Mittelpunkt einer von der in der Sozial- und Friedensarbeit aktiven Gemeinschaft Sant’Egidio veranstalteten internationalen Konferenz, die am 12. Mai 2004 in den Räumlichkeiten des Konzert- und Veranstaltungszentrums „Auditorium“ in Rom stattfindet.
DREAM lautet die Abkürzung für ein Projekt, das die katholische kirchliche Gemeinschaft Sant’Egidio in Mosambik und anderen afrikanischen Ländern durchführt. Im Rahmen des Projekts zur Bekämpfung von Aids wurden Aids-Kranke in Mosambik kostenlos mit Medikamenten versorgt und vorbeugende Maßnahmen zur Vorbeugung gegen eine Übertragung der Krankheit von der Mutter auf ihr neugeborenes Kinder durchgeführt. Das Programm wurde erst vor kurzem auf sechs weitere afrikanische Länder ausgedehnt. Was die Zahl der betreuten Patienten anbelangt gehört das Projekt zu den weltweit größten Aids-Bekämpfungsprogrammen in Afrika.
Wissenschaftliche Erfolge, Verbreitung und Merkmale des Programms werden im Mittelpunkt der Debatte stehen, an der zahlreiche Experten der Aidsbekämpfung in Afrika teilnehmen. Gesundheitsminister aus elf afrikanischen Ländern (Zentralafrikanische Republik, Cote d’Ivoire, Äthiopien, Liberia, Malawi, Mosambik, Republik Kongo, Senegal, Sudan, Tansania, Togo), der WHO-Beauftragte für AIDS, Paulo Texera, Vertreter der Weltbank und der Internationalen Organisation zur Aidsbekämpfung Spallanzani werden sich zusammen mit de Vorsitzendes des Rates für die Pastoral im Krankendienst, Kardinal Lozano Barragán mit den Verantwortlichen des DREAM-Projekts und Vertretern der Gemeinschaft Sant’Egidio mit den Mängeln der internationalen Aidsbekämpfungs-Politik und den möglichen und notwendigen kurzfristigen Maßnahmen befassen. Im Einzelnen geht es bei der internationalen Konferenz unter anderem auch um die Kosten der Medikamente, verschiedene Therapiemöglichkeiten, Interventionsmodelle und eine allgemeine Bilanz zur gegenwärtigen Situation. (AP) (Fidesdienst, 10/5/2004 - 29 Zeilen, 290 Worte)

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