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Africa

2004-05-07

AFRIKA/ANGOLA - Angola, Demokratische Republik Kongo und Republik Kongo versuchen gemeinsam das Problem der Zwangsausweisung ausländischer Staatsbürger aus Angola zu lösen

Luanda (Fidesdienst) - Die Außenminister von Angola, der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo trafen sich am 5. mai zu einer Versammlung des „Dreiländergipfels für Sicherheit und Zusammenarbeit“. Im Rahmen dieses Gipfels sollen vor allem Probleme erörtert werden, die die Grenzen zwischen den beiden Ländern betreffen. Außerdem befassen sich die Mitglieder des Gipfels mit gemeinsamen Problemen der inneren Sicherheit und der Sicherheit in den jeweiligen Ländern.
An der jüngsten Tagung nahm auch der UN-Delegierte für die Region der Afrikanischen Seen, Ibrahim Fall, teil. Wie aus einer vom angolanischen Sprecher Joao Pedro bekannt gegebenen Pressemitteilung hervorgeht stand im Mittelpunkt der Versammlung vor allem die Frage der Zwangsausweisung von Bürgern aus der Demokratischen Republik Kongo, die illegal nach Angola eingewandert waren, wo sie vor allem in Diamantengeschäfte in der Region Lunda Norte e Sul verwickelt sind.
Wie aus der Verlautbarung hervorgeht, sollen sich Angola und die Demokratische Republik Kongo darauf geeinigt haben, dass weitere Zwangsausweisungen einen Monat vorher bekannt gegeben werden, damit die Konsulate der Demokratischen Republik Kongo die eigenen Staatsbürger identifizieren und entsprechend betreuen können. Wie aus einem Bericht der portugiesischen Abteilung des Radiosenders „Voice of America“ hervorgeht, sollen auch illegale Einwanderer aus anderen Ländern im Rahmen der Maßnahmen im Zusammenhang mit den Zwangsausweisungen festgenommen worden sein. Es soll sich um 800 Senegalesen handeln, die in Lupcapa festgenommen wurden, sowie rund 2000 weitere illegale Einwanderer aus Senegal, Mali, Guinea und Cote d’Ivoire, die sich in Cafunfo aufhalten sollen. Die festgenommenen Einwanderer sollen nach Luanda gebracht werden, von wo aus sie in die jeweiligen Heimatländer zurückgeschickt werden. Den Berichten von „Voice of America“ zufolge sollen die Haftbedingungen sehr schlecht sein und es sollen auch bereits Häftlinge ums Leben gekommen sein. (LM) (Fidesdienst, 7/5/2004 - 31 Zeilen, 303 Worte)

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