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Vaticano

2003-05-14

VATIKAN - UNTER DER SCHIRMHERRSCHAFT DES PÄPSTLICHEN RATES „COR UNUM“ BESUCHT EINE BISCHOFSDELEGATION KOLUMBIEN: SIE ÜBERREICHT EINE BOTSCHAFT DER SOLIDARITÄT UND DER ERMUTIGUNG DES PAPSTES

Bogotà (Fidesdienst) – Auf Einladung der Kolumbianischen Bischofskonferenz wird eine Delegation europäischer und nordamerikanischer Bischöfe bei einem Besuch vom 12. bis 19. Mai in Kolumbien eine Botschaft des Papstes überreichen, um „sich gegenseitig im Glauben zu stärken“ (Röm 1), in einem Land, in dem das friedliche Zusammenleben und die Menschenrechte ständig vom Terrorismus bedroht sind. Der Delegation unter Leitung von Erzbischof Paul J. Cordes, Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum gehören auch der Vorsitzende des Hilfswerks der deutschen Bischöfe, Prälat Josef Sayer und Vertreter der Bischofskonferenzen Italiens, Spaniens, Frankreichs, Österreichs, der Schweiz und der Vereinigten Staaten an.
Das Besuchsprogramm sieht Zusammentreffen mit kirchlichen und weltlichen Vertretern vor. Die Delegation wird den Apostolischen Nuntius, Erzbischof Beniamino Stelle, die Vertreter der Kolumbianischen Bischofskonferenz, die Bischöfe der verschiedenen Regionen und den in Kolumbien tätigen Nichtregierungsorganisationen besuchen. Bei den verschiednen Anlässen soll jeweils auch ein Gottesdienst gefeiert werden, zu dem Gläubige eingeladen sind.
Außerdem wird die Delegation vom kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe Velez und dessen Stellvertreter Francisco Santos Calderon empfangen werden. Des Weiteren werden sich die Bischöfe zu Gesprächen mit dem Vertreter der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen, Michael Frühling, und des UN-Flüchtlingshochkommissariats treffen. Gespräche sind auch mit Politikern und Vertretern der örtlichen Behörden vorgesehen. Außerdem soll ein Besuch in der Haftanstalt von Medellin und in den Armenvierteln in Quibdó vorgesehen. Am 17. Mai wird mit einem Gottesdienst in Bojaya der Opfer des Massakers in der Kirche von Bella Vista gedacht werden.
Bei den verschiedenen Begegnungen und Gesprächen werden vor allem die Richtlinien des Heiligen Vaters für den Aufbau einer Kultur der Liebe und der gemeinsamen Verantwortung von staatlichen Einrichtungen und Kirche bei der Bekämpfung von Ungerechtigkeit, Armut und Gewalt stehen.
Bereits seit den 70iger Jahren steht das Päpstliche Hilfswerk Cor Unum in engem Kontakt mit der Kolumbianischen Kirche, deren Gemeinden auch durch konkrete Hilfeleistung unterstützt werden. Anlässlich der Feiern zum 500jährigen Jubiläum der Evangelisierung Lateinamerikas wurde auf Wunsch von Papst Johannes Paul II. in Bogotà die Stiftung Populorum Progressio eröffnet, die vor allem die eingeborenen Völker und die ländlichen Bevölkerung in Mittel- und Südamerika unterstützen soll. Seit 1992 hat diese Stiftung, die dem Hilfswerk Cor Unum angeschlossen ist, Hilfsmittel in Höhe von insgesamt 15 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. In einer Zeit, in der die kolumbianische Kirche weiterhin der Gewalt ausgesetzt ist, will die Delegation mit ihrem Besuch vor allem die kirchliche Gemeinschaft zum Ausdruck bringen und an die Solidarität aller Länder für dieses gemarterte Land appellieren, die als „Waffe“ auf dem Weg zum Frieden eingesetzt werden soll.
(SL) (Fidesdienst, 14/5/2003 – 40 Zeilen, 436 Worte)


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