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Asia

2004-04-01

ASIEN/PHILIPPINEN - In der Pastoral unter den Migranten in Asien sind hauptsächlich engagierte Laien tätig. Dies wird beim Seminar „Exodus“ zur Fortbildung von philippinischen Ordensleuten und Laien bestätigt

Tagaytay (Philippinen) - „Wenn wir das Phänomen der Migration als ein Zeichen der Zeit betrachten, sind wir in der Lage uns liebevoll aller Menschen anzunehmen, die unterwegs sind, und eine Gemeinschaft der Unterschiede entstehen zu lassen“, so der Leiter des Scalabrini Migration Center (SMC), Pater Fabio Baggio, gegenüber dem Fidesdienst zum Abschluss des einwöchigen Fortbildungsseminars „Exodus“, an dem Mitarbeiter der Pastoral unter den Migranten in Asien, vom 21. bis 27. März teilnahmen.
Die Fortbildungsveranstaltung fand bereits zum vierten Mal statt und wird vom Scalabrini Migration Center in Zusammenarbeit mit der Kommission für Migranten und Menschen unterwegs der philippinischen Bischofskonferenz organisiert. Insgesamt nahmen diesmal 31 Priester, Ordensleute und engagierte Laien teil, die direkt mit der Pastoral unter den Migranten beauftragt sind.
Die Teilnehmer befassten sich nach Angaben von Pater Baggio mit fünf Themenbereichten. Am ersten Tag wurde das Phänomen der Migration in Asien unter soziologischen und anthropologischen Gesichtspunkten betrachtet. Bei der Analyse in Arbeitsgruppen wurden vor allem folgende Punkte behandelt: Migration und Missbrauch; soziale Kosten der Emigration; jüngste Auswirkungen der Migrationsbewegungen. Am zweiten Tag wurden auf der Grundlage von bereits existierenden lehramtlichen Texten vor allem Anregungen zur einer biblisch-theologischen Vision des Phänomens der Migration vermittelt.
Am dritten Tag wurden verschiedene Programme für die Pastoral unter den Migranten in der asiatisch-pazifischen Region vorgestellt. Dabei wurde vor allem die bedeutende Rolle der engagierten Laien in diesem Bereich der Pastoral deutlich. Bei der Gruppenarbeit wurde vor allem auf die notwendige Zusammenarbeit zwischen den Ortskirchen der Herkunfts- und Gastländer hingewiesen.
Am letzten Tag wurde vor allem auf die Notwendigkeit gemeinsamer Pastoralprogramme auf regionaler Ebene in Südostasien hingewiesen, damit sowohl im politischen als auch im pastoralen Bereich wirkkräftige Maßnahmen umgesetzt werden können. Als Hauptziele für die kommenden drei Jahre wurden dabei genannt: menschliche Förderung und Schutz der Rechte der Emigranten; Förderung der Bereitschaft zur Gastfreundschaft in den Gemeinden der Zielländer; verantwortliche Zusammenarbeit zwischen den Ortskirchen und den Migranten.
Auf dem Veranstaltungsprogramm standen auch Momente des gemeinsamen Gebets die von den Teilnehmern selbst unter Berücksichtigung verschiedener liturgischer Ausdrucksformen der verschiedenen Völker gestaltet wurden. (PA) (Fidesdienst, 1/4/2004 - 37 Zeilen, 361 Worte)

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