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America

2003-05-28

AMERIKA/PERU - „SOLDARITÄT MIT MIGRANTEN GLOBALISIEREN“: SOLIDARITÄTSKAMPAGNE DER BISCHÖFE FÜR EINE KULTUR DER AUFNAHME

Lima (Fidesdienst) – Nach jüngsten Daten des DIGEMIN (Generaldirektion für Migration und Staatsbürgerschaft) mussten bis zum Juli 2002 etwa 10% der Peruaner auf der Suche nach einer Verbesserung der eigenen Lebensbedingungen ihre Heimat verlassen. Aus diesem Grund haben die Bischöfe des Landes beschlossen ihre diesjährige Solidaritätskampagne der schwierigen Situation der Auswanderer und ihrer Familie zu widmen. In seiner Botschaft zum Welttag der Migranten hatte Papst Johannes Paul II. darauf hingewiesen, dass die Migration in der heutigen Zeit ein weit verbreitetes Phänomen darstelle, von dem Millionen von Menschen in allen Ländern betroffen sind, weshalb es eines „neuen evangelischen Geistes der universalen Nächstenliebe bedürfe“.
Die Kampagne „Lasst uns teilen 2003“ stet deshalb unter dem Motto „Solidarität mit Migranten globalisieren“. Die Aktion wurde offiziell am 17. Mai mit dem Beginn verschiedener Initiativen in ganz Peru eröffnet. Im Rahmen der Kampagne soll auf das Phänomen der Migration hingewiesen und eine Kultur der Aufnahme und der Solidarität gefördert werden, die sich nicht auf ein momentanes Handeln beschränkt, sondern als Konsequenz eine christlichen Lebens betrachtet, und deshalb als ständige Bereitschaft zum „Teilen“ dauerhaft gelebt werden sollte. Am 22. und 24. August wird in allen Landesteilen eine Spendenaktion zur finanziellen Unterstützung von Projekten zugunsten der Auswanderer und ihrer Familien durchgeführt werden. „Diese Arbeit können wir alleine nicht schaffen“, so die Bischöfe, die an die Regierung und an alle Bürger des Landes mit der Bitte um konkretes Engagement appellieren. Im Einzelnen fordern die Bischöfe eine verbesserte Migrationspolitik; die Ratifizierung der internationalen Konvention zum Schutz der Migranten und ihrer Familien; die Förderung der Arbeit des peruanischen Büros für im Ausland wohnhafte Staatsbürger; Schutzmaßnahmen gegen Menschenhandel; die Gründung von Hilfswerken; und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung zum Schutz der Rechte der Migranten.
(RZ) (Fidesdienst, 28/5/2003 – 25 Zeilen, 291 Worte)

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