EUROPA/IRLAND - „Eine Gemeinschaft, die nur auf ökonomischen Aspekten gründet, ist nicht von Dauer“, so die Bischöfe im Hinblick auf das Referendum zum Traktat von Lissabon

Freitag, 6 Juni 2008

Dublin (Fidesdienst) – Anlässlich des Referendums zum Traktat von Lissabon, das am kommenden Juni in Irland stattfindet, veröffentlichen die Bischöfe des Landes einen gemeinsamen Hirtenbrief. Irland ist das einzige europäische Land, das ein solches Referendum durchführt.
In ihrem Hirtenbrief erinnern die Bischöfe vor allem an das Recht jeder Person, frei über die eigene Stimmabgabe zu entscheiden. Gleichsam fordern sie alle Bürger auf, sich mit den Inhalten des Traktats zu befassen und eine verantwortliche Entscheidung zu treffen.
Außerdem erinnern sie daran, dass „das Traktat von Lissabon auf der Grundlage bestimmter Werte entstehen muss“. Daher sei das Referendum eine Gelegenheit an die Werte zu erinnern, die die Gründer der Europäischen Gemeinschaft inspirierten. „Eine Gemeinschaft, die nur auf ökonomischen Aspekten basiert, ist nicht von Dauer. Europa ist eine Gemeinschaft und es ist wichtig, dass sie sich um eine Ethik der globalen Solidarität bemüht“, heißt es in dem Hirtenbrief. Nach Ansicht der Bischöfe gibt es humanistische Werte christlicher Art, die im Mittelpunkt des Traktats von Lissabon stehen, gleichsam fehle aber eine ausdrückliche Anerkennung des christlichen Erbes.
Das Referendum sei deshalb eine Gelegenheit, „darüber nachzudenken, welches Europa wir den künftigen Generationen hinterlassen wollen". Die Herausforderung bestehe deshalb darin, zu definieren wie eine neue erweiterte Europäische Gemeinschaft entstehen kann, die auf gemeinsamen Werten basiert, auf die die künftigen Generationen stolz sein können. (RG) (Fidesdienst, 06/06/2008)
Vollständiger Wortlaut des Hirtenbriefs


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