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Asia

2004-02-17

ASIEN/INDONESIEN - „Viele Vertriebene leben weiterhin in Flüchtlingslagern und haben weder Geld noch eine Wohnung; es bedarf vor allem der gegenseitigen Vergebung und des sozialen Wiederaufbaus“: so die Bischöfe der Molukken zu den Folgen des Bürgerkriegs

Ambon (Fidesdienst) - „Die Flüchtlinge brauchen finanzielle Hilfen: viele leben weiterhin in Flüchtlingslagern und haben weder Transportmittel noch Geld, um ihre Häuser wieder aufzubauen. Auf den Molukken bedarf es vor allem der gegenseitigen Vergebung und des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wiederaufbaus“, so Bischof Petrus Canisius Mandagi von Amboina, auf den Molukken (Archipel im Osten Indonesiens), nach einer jüngsten von der International Islamic-Christian Organisation for Reconciliation and Reconstruction (IICORR) in London veranstalteten Tagung. Die vor zwei Jahren gegründete Organisation bemüht sich um eine bessere Zukunft für den Archipel, der in den Jahren von 2000 bis 2002 von einem Bürgerkrieg zwischen Muslimen und protestantischen Christen erschüttert wurde.
„Bei unserem Besuch in Europa waren manche davon überzeugt, dass wir zusammen mit der Separatistenbewegung auf den Molukken die Einheit Indonesiens untergraben wollen“, so Bischof Mandagi, „Doch dabei handelt es sich um ein großes Missverständnis. Wir möchten den Provokateuren verzeihen und mit allen Bürgern der Molukken das friedliche Zusammenleben innerhalb Indonesiens möglich machen.“
Die Christen auf den Molukken dürften nicht mit der Separatistenbewegung identifiziert werden, so der Bischof: „Wir haben uns stets für das Wohl aller Menschen engagiert und werden dies auch weiterhin tun. Dabei geht es um sozialen, politischen und religiösen Frieden.“, betont der Bischof. Zum Abschluss der IICORR-Tagung unterzeichnete Bischof Madagi zusammen mit muslimischen und Protestantischen Religionsführern eine gemeinsame Erklärung, in der sie ihr „Engagement für den Prozess der Aussöhnung auf den Molukken“ bekräftigen. Man werde „alle zur Verfügung stehenden Mittel zur Stärkung von Frieden uns Stabilität, freundschaftlichen Beziehungen und gegenseitigem Respekt und Vertrauen zwischen der muslimischen und christlichen Glaubensgemeinschaft auf den Molukken nutzen“, heißt es in dem Papier.
Die IICORR formulierte auch eine detaillierte Agenda zur Umsetzung des Engagements für Versöhnung und Wiederaufbau. Dabei werden vor allem gesellschaftliche Aspekte in den Mittelpunkt gestellt: die Notwendigkeit der Schaffung von Einrichtungen im Gesundheits- und Bildungswesen; die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten; die Koordinierung der Arbeit einheimischer Nichtregierungsorganisationen; Programme zur weiteren Betreuung von Flüchtlingen und Waisen. Auf wirtschaftlicher Ebene wird vor allem die Unterstützung von kleinen Industrie- und Handelsbetrieben als Priorität genannt.
Unterdessen führen verschiedene religiöse Gruppen bereits Sonderprogramme für Jugendliche, Frauen und Kinder durch. Ein Observatorium soll das Entstehen neuer Spannungen von Anfang an verhindern und die Werte der Versöhnung vermitteln. (PA) (Fidesdienst, 17/2/2004 - 37 Zeilen, 400 Worte)

Ambon (Fidesdienst) - „Die Flüchtlinge brauchen finanzielle Hilfen: viele leben weiterhin in Flüchtlingslagern und haben weder Transportmittel noch Geld, um ihre Häuser wieder aufzubauen. Auf den Molukken bedarf es vor allem der gegenseitigen Vergebung und des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wiederaufbaus“, so Bischof Petrus Canisius Mandagi von Amboina, auf den Molukken (Archipel im Osten Indonesiens), nach einer jüngsten von der International Islamic-Christian Organisation for Reconciliation and Reconstruction (IICORR) in London veranstalteten Tagung. Die vor zwei Jahren gegründete Organisation bemüht sich um eine bessere Zukunft für den Archipel, der in den Jahren von 2000 bis 2002 von einem Bürgerkrieg zwischen Muslimen und protestantischen Christen erschüttert wurde.
„Bei unserem Besuch in Europa waren manche davon überzeugt, dass wir zusammen mit der Separatistenbewegung auf den Molukken die Einheit Indonesiens untergraben wollen“, so Bischof Mandagi, „Doch dabei handelt es sich um ein großes Missverständnis. Wir möchten den Provokateuren verzeihen und mit allen Bürgern der Molukken das friedliche Zusammenleben innerhalb Indonesiens möglich machen.“
Die Christen auf den Molukken dürften nicht mit der Separatistenbewegung identifiziert werden, so der Bischof: „Wir haben uns stets für das Wohl aller Menschen engagiert und werden dies auch weiterhin tun. Dabei geht es um sozialen, politischen und religiösen Frieden.“, betont der Bischof. Zum Abschluss der IICORR-Tagung unterzeichnete Bischof Madagi zusammen mit muslimischen und Protestantischen Religionsführern eine gemeinsame Erklärung, in der sie ihr „Engagement für den Prozess der Aussöhnung auf den Molukken“ bekräftigen. Man werde „alle zur Verfügung stehenden Mittel zur Stärkung von Frieden uns Stabilität, freundschaftlichen Beziehungen und gegenseitigem Respekt und Vertrauen zwischen der muslimischen und christlichen Glaubensgemeinschaft auf den Molukken nutzen“, heißt es in dem Papier.
Die IICORR formulierte auch eine detaillierte Agenda zur Umsetzung des Engagements für Versöhnung und Wiederaufbau. Dabei werden vor allem gesellschaftliche Aspekte in den Mittelpunkt gestellt: die Notwendigkeit der Schaffung von Einrichtungen im Gesundheits- und Bildungswesen; die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten; die Koordinierung der Arbeit einheimischer Nichtregierungsorganisationen; Programme zur weiteren Betreuung von Flüchtlingen und Waisen. Auf wirtschaftlicher Ebene wird vor allem die Unterstützung von kleinen Industrie- und Handelsbetrieben als Priorität genannt.
Unterdessen führen verschiedene religiöse Gruppen bereits Sonderprogramme für Jugendliche, Frauen und Kinder durch. Ein Observatorium soll das Entstehen neuer Spannungen von Anfang an verhindern und die Werte der Versöhnung vermitteln. (PA) (Fidesdienst, 17/2/2004 - 37 Zeilen, 400 Worte)

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