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Africa

2004-02-10

AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Auf der Website des Fidesdienstes Fotos von der Übergabe der Waffen des ehemaligen Gouverneurs von Bukavu im Osten der Demokratischen Republik Kongo an die Vereinten Nationen . Einzelheiten über die Abwicklung der Waffenabgabe

Bukavu (Fidesdienst) – Der am vergangenen 7. Februar von seinem Amt suspendierte ehemalige Gouverneur der Region Südkivu, Xavier Chiribanya, übergab im Zeichen der Entspannung große Mengen von Waffen und Munition an den Leiter der UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo (MONUC), Shari Sharif. Wie Mitarbeiter von Radio Maria Malkia wa Amani gegenüber dem Fidesdienst berichten, hat die Waffenübergabe am 9. Februar gegen 10 Uhr (Ortszeit) in der Residenz des ehemaligen Gouverneurs in Nyofu stattgefunden haben. Bei der Waffenübergabe war auch der beigeordnete Kommandant des für Südkivu zuständigen 10. Armeeregiments der Regierungsstreitkräfte anwesend.
Bei der Übergabe der Waffen an den Vertreter der Regierungsstreitkräfte äußerte sich der UN-Mitarbeiter zufrieden und betonte dabei man werde die Zusammenarbeit mit dem 10. Armeeregiment in der Region fortsetzen.
Der ehemalige Gouverneur soll sich jedoch über eine ungerechte Behandlung beschwert haben. Nach Berichten von Radio María Malkia wa Amani sollen uniformierte Männer in den Wohnsitz des ehemaligen Gouverneurs sowohl in Bukavu als auch in seinem Heimatdorf Mbobero eingedrungen sein.
In Bukavu werden unterdessen an verschiedenen Orten Waffen an geheimen Orten aufbewahrt. Die Existenz privater Waffenlager war den Angehörigen der MONUC von den Einwohner der Region bereits seit der Wiederaufnahme der Gefechte im November letzten Jahres gemeldet worden.
Eine parallel zur Waffenübergabe geplante Protestkundgebung der Schüler der weiterführenden Schulen war aus bisher noch unbekannten Gründen abgesagt worden.
Nach Ansicht der Mitarbeiter von Radio Maria Malkia wa Amani „können die Einwohner in Bukavu zwar wieder aufatmen, doch sie sollten trotzdem vorsichtig sein und Augen und Ohren offen halten. So lange es noch Waffenverstecke gibt, ist die Gefahr stets gegenwärtig“.

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