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Asia

2004-02-03

Asien/Indien - Don-Bosco-Schule nimmt nach den jüngsten Übergriffen den Unterrichtbetrieb wieder auf: 50% des Personals und 75% der Schüler kehren in die Klassen zurück

New Delhi (Fidesdienst) – Es gibt weiterhin Drohungen, die Atmosphäre bleibt gespannt und die Angriffe haben Wunden hinterlassen. Davon ist vor allem P. Stanny betroffen, der bei einem Übergriff hinduistischer Extremisten vor zwei Wochen verletzt wurde. Doch trotz aller Schwierigkeiten geben die in Indien tätigen Don-Bosco-Missionare ihre Tätigkeit nicht auf: sie wollen weiterhin zum geistlichen, sittlichen und kulturellen Wachstum der Kinder und Jugendlichen beitragen, die die Schulen und die Freizeitgruppen ihres Ordens besuchen, wo sie eine humanistische und christliche Erziehung erhalten.
Die Don-Bosco-Schule in Alirajpur im Verwaltungsdistrikt Jhabua (Maadhya Pradesh) war nach den Übergriffen am 17. Januar geschlossen worden. Nach der Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs am 27. Januar sind bisher nur 50% der Lehrer und etwa 75% der Schüler wieder in die Klassen zurückgekehrt. Die Schule war auf Wunsch der Behörden, der Eltern, der Schüler und der Don-Bosco-Missionare, darunter auch der Rektor Pater Lelsie Pereira wieder geöffnet worden. Die Eltern versprachen, sich zum Schutz von Schülern und Lehrern persönlich zu engagieren. Die Schule soll bis zum Mai 2004 von Polizeibeamten bewacht werden.
Alirajpur liegt in der Nähe der Grenze zum indischen Unionsstaat Gujarat. Christliche und muslimische Minderheiten waren bereits in den vergangenen Monaten bedroht worden, doch gegen Mitte Januar kam es zu einer Reihen von Attentaten, die von verschiedenen Gruppen hinduistischer Fundamentalisten, der Vishwa Hindu Parishad, Bajragdal und Durga Vahini, verübt worden waren, die der christlichen Glaubensgemeinschaft auch durch falsche Propaganda Schaden zufügen.
„Unterdessen“, so Bischof Chancko Thottumarickal von Jhabua in einem jüngsten Gespräch mit dem Fidesdienst, „werden die gegen die Christen gerichteten Kampagnen fortgesetzt. Es ist eine Schande, dass in den Städten und auf dem Land Plakate hängen, die die katholische Kirche diffamieren. Eine solche Diffamierungs-Kampagne könnte zu weiterer Gewalt führen. (PA) (Fidesdienst, 3/2/2004 – 26 Zeilen, 302 Worte)

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