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Asia

2004-01-29

Asien/Philippinen - Oberstes Gericht lässt Vollstreckung von zwei Todesurteilen um 30 Tage verschieben – Kirche kämpft für die Abschaffung der Todesstrafe

Manila (Fidesdienst) – „Wir freuen uns sehr über die Anordnung des Obersten Gerichtshofs. Das Leben zweier Menschen liegt in den Händen der Richter. Wir vertrauen auf den Beschluss der Richter, die darüber entscheiden werden, ob das Verfahren wieder aufgerollt werden soll. Wir haben weitere Beweise gesammelt: es ist unklar, ob die Angeklagten schuldig sind.“, so Pater Robert Olaguer, der Militärseelsorger in der staatlichen Vollzugsanstalt in Manila, am Tag nachdem der Oberster Gerichtshof die für den 30. Januar vorgesehene Vollstreckung der Todesurteile gegen Roberto Lara und Roderick Likayan aufgeschoben hat. Beide waren wegen erpresserischer Entführung angeklagt und warten in der Vollzugsanstalt in Manila auf ihre Hinrichtung.
Pater Olaguer hatte Likayan und Lara wenige Stunden vor dem Gespräch mit dem Fidesdienst besucht: sie beten, hoffen und manchmal lächeln sie sogar. Ich mache ihnen Mut und bete mit ihnen zusammen. Dabei bitte ich sie, ruhig zu bleiben und auf die Justiz und auf Gott zu vertrauen. Jetzt haben wir einen Monat Zeit. Wir werden weiter beten und weiterhin an das Gewissen aller appellieren“.
Für Lara und Likayan war die Vollstreckung des Todesurteils durch eine tödliche Spritze vorgesehen. Am 26. Januar hat des Rechtsanwalts Persida Rueda-Acosta vom Public Attorney’s Office Gewähr beim Obersten Gericht Berufung eingelegt. Er bat um eine Revision des Falls hat und neue Beweise und Zeugenaussagen zur Entlastung der Angeklagten gesammelt.
Unterdessen begrüßte auch die Coalition Against the Death Penalty, in der sich engagierte Bürger zusammenschließen, den Beschluss über die Aufschiebung der Vollstreckung. Das Oberste Gericht habe damit seinen Sinn für Gerechtigkeit und Wahrheitssuche unter Beweis gestellt.
Auch Vertreter der katholischen Kirche fordern weiterhin auf verschiedenen Ebenen die Abschaffung der Todesstrafe. (PA) (Fidesdienst, 29/1/2004 – 27 Zeilen, 293 Worte)

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