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Europa

2003-12-11

EUROPA/ITALIEN - 121 MILLIONEN KINDER OHNE RECHTE, MÄDCHEN SIND BESONDERS BETROFFEN: NEUER UNICEF-BERICHT ZUR LAGE DER KINDER 2004 „MÄDCHEN, BILDUNG UND ENTWICKLUNG“

Rom (Fidesdienst) – Weltweit gibt es 121 Millionen Kinder, die keine Schule besuchen: davon sind 56 Millionen Jungen und 65 Millionen Mädchen. 83% der Mädchen, die keine Schule besuchen, leben in den Ländern des südlichen Afrika, in Südasien und in Ostasien. Wie aus jüngsten Daten hervorgeht sind in 70 Ländern weniger als 85% der Mädchen zum Schulbesuch angemeldet. Diese Daten fasst das Kinderhilfswerk UNICEF im Bericht zur Lage der Kinder auf der Welt 2004 zusammen, der zeitgleich in Genf, Kairo und Rom vorgestellt wurde. In den Ländern des südlichen Afrika gibt es auch die meisten Kinder im schulpflichtigen Alter, die die Schule nicht besuchen: 41 Millionen betrug ihre Anzahl im Jahr 1990 und 45 Millionen waren es 2002; die Zahl der Mädchen, die in dieser Region keine Schule besuchen ist von 20 Millionen im Jahr 1990 auf 24 Millionen im Jahr 2002 angestiegen.
Es folgen einige Daten zu den Prozentzahlen zum Schulbesuch (1996-2002): Insgesamt: : 81%; Industrieländer 97%; Entwicklungsländer 80%; Weniger entwickelte Länder 63%; Länder des südlichen Afrika: 59%; Südsieb 74%; Nahost und Nordafrika 78%; ECO/CSI e Baltische Republiken 86%; Ostasien e Pazifik 92%; Lateinamerika und Karibik 94%. Für die Prozentzahlen zu den Kindern, die in Schulen angemeldet sind und diese weiterhin besuchen (1996-2002) entsteht folgendes Bild: Länder des südlichen Afrika: 62% Jungen, 57% Mädchen ; Südasien Meridionale 77% Jungen, 71% Mädchen; Nahost und Nordafrika 81% Jungen, 75% Mädchen; ECO/CSI und Baltische Republiken 88% Jungen, 83% Mädchen; Ostasien und Pazifik 93% Jungen 92% Mädchen; Lateinamerika und Karibik 95% Jungen, 93% Mädchen; Weltweit 83% Jungen, 79% Mädchen.
Was die weiterführenden Schulen anbelangt so befinden sich mit Ausnahme von Butan alle Länder mit den geringsten Anmeldungsraten für Mädchen in den Ländern des Südlichen Afrika: in Burkina Faso, Burundi, Tschad, Äthiopien, Guinea, Niger, Somalia und Tansania liegt der Anteil unter 10%. In dieser Region gibt es auch nur wenige weibliche Lehrkräfte, deren Anteil in manchen Ländern unter 25% liegt, obschon die Zahl der Lehrkräfte insgesamt zunimmit; in zwei Dritteln der arabischen Länder sind weniger als die Hälfte der Lehrkräfte Frauen. Während ihr Anteil in Lateinamerika und der Karibik bei 80% liegt.
Weitere Informationen sind zugänglich unter: http://www.unicef.it/condizione_infanzia_2004.htm

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