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America

2003-11-27

AMERIKA/GUATEMALA - CAM 2: ERSTER ARBEITSTAG – „FÜR AMERIKA IST DIE STUNDE DER MISSION AD GENTES GEKOMMEN! DAS LEBEN DER KIRCHE IN AMERIKA IST HEUTE DIE MISSION AD GENTES!“

Guatemala City (Fidesdienst) – Der erste Arbeitstag des Amerikanischen Missionskongresses wurde am Mittwoch, den 26. November mit einem Mariengebet in den verschieden Sprachen der Maya aus den verschiedenen Ländern begonnen, das Gebet wurde mit missionarischen Volkstänzen begleitet. Dies berichtet der Korrespondent des Fidesdienstes beim CAM 2 und Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Guatemala, Pater Victor Livor.
Danach erläuterte der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Päpstliche Sondergesandte , Kardinal Crescenzio Sepe, in seinem Eröffnungsantrag das Thema „Die Mission heute“. Dabei erklärte der Kardinal: „Entweder ist die Kirche missionarisch oder sie ist nicht Kirche“. Die Kirche sei sich heute bewusst, dass in einer globalisierten und pluralistischen Welt der christliche Glaube eine Stimme unter vielen sei. Auf den modernen Aeropagen der verschiedenen Umfelder sei die die Stimme der Kirche eine Minderheit. Deshalb sei ein reifer und Christus und seiner Kirche treuer Glaube notwendig, der mehr Mut zeige, wenn es darum geht, die neuen Herausforderungen anzugehen, damit die missionarische Dimension in der Kirche an Tiefe gewinne. Kardinal Sepe wies auch darauf hin, dass der auch der Papst anlässlich seines 25jährigen Papstjubiläums erneut darauf hingewiesen hatte, dass die Kirche ihrem Wesen nach missionarisch sei. Deshalb habe er seit Beginn seines Pontifikates bei seinen Besuchen in den verschiedenen Ländern auch sozusagen eine Wanderkatechese verwirklicht. In allen kirchlichen Dokumenten und insbesondere in der Enzyklika „Redemptoris Missio“ und im Apostolischen Schreiben „Novo Millennio ineunte habe er auf die Aktualität des Sendungsauftrags der Kirche hingewiesen. Insbesondere in der Missionsenzyklika „Redemptoris Missio“ habe der Papst Orientierungshilfen für die Umsetzung der Neuevangelisierung mit neuem Eifer aufgezeigt. Kardinal Sepe erinnerte in seiner Ansprache auch an seinen kürzlichen Besuch in der Mongolei und die Weihe des ersten Bischofs der katholischen Glaubensgemeinschaft mit ihren 140 Gläubigen: der Samen einer Kirche, die in Asien zu blühen beginnt.
Nach Kardinal Crescenzio Sepe übernahm ein seit langen Jahren in Gutemala tätiger Maristenbruder das Wort. Er erinnerte in seinem Vortrag an die zahlreichen guatemaltekischen Märtyrer, die ihren Glauben für das Leben hingegeben haben.
Die Bischofskonferenz hatte jedem Kongressteilnehmer ein Exemplar eines Buches mit dem Titel „Treue Zeugen des Evangeliums“ überreicht, das die Geschichte der guatemaltekischen Märtyrer beschreibt.
Sodann begann das Mariengebet in der Sprache der Maya, das unter Beweis stellte, wie lebendig die Kultur der Indios auch heute noch ist. Am Nachmittag wurde die Arbeit in Gruppen zu verschiedenen Themen fortgesetzt. Im Anschluss daran wurden bei einer Vollversammlung die Beschlüsse des ersten Kongresstages zusammengefasst.
Zum Abschluss des ersten Kongresstages zelebrierte Kardinal Crescenzio Sepe eine Heilige Messe in der Kathedrale von Guatemala City. In seiner Predigt erinnerte der Kardinal an die zahlreichen Märtyrer der guatemaltekischen Kirche (darunter Katechisten, Priester und auch Bischöfe, wie der Weibischof von Guatemala City, Juan Gerardi): „Ihre Geste der Liebe, das Blut, das sie vergossen haben, die Vergebung für ihrer Mörder sind das Zeugnis einer in den Augen der Welt schwachen, kleinen und armen Kirche, deren wahre Größe sich jedoch gerade in der Liebe und in der Bereitschaft zum Vergeben zeigt“. „Die Kirche in Amerika kann und muss für die Mission ad gentes noch viel mehr geben, als sie bisher bereits hochherzig getan hat, wenn es darum geht, das Missionsbewusstsein unter den Gläubigen zu fördern. Die Notwendigkeit und die Priorität der Mission unter allen Völkern, die Christus nicht kennen, und zwar in Amerkia und aus Amerika, gehört für den Heiligen Vater zu den wichtigsten Aufgaben der Kirche“.
(SL) (Fidesdienst, 27/11/2003 – 52 Zeilen, 587 Worte)

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